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FE: BMW-Pilot Felix da Costa verliert Tabellenführung: ‚Bin etwas frustriert‘

António Félix da Costa (POR) BMW iFE.18 #28 (c)BMW

Punkte gesammelt, Tabellenführung verloren. In einem turbulenten siebten Saisonrennen der Formel E erreichte BMW-Pilot Antonio Felix da Costa beim Rom E-Prix als Neunter das Ziel, mußte aber die Tabellenführung an Jerome d’Ambrosio (Mahindra) abgeben.

Teamkollege Alexander Sims hatte in der italienischen Hauptstadt erneut Pech und kam als 17. ins Ziel.

„Zunächst einmal ist es wichtig, wieder einige Punkte gesammelt zu haben und in der Fahrerwertung vorne dabei geblieben zu sein. Trotzdem bin ich etwas frustriert, denn unser Fahrzeug war heute deutlich schneller, als wir es im Rennen zeigen konnten“, haderte Felix da Costa beim Auftakt der Europatournee.

In der Tat konnte der 27-jährige Portugiese nicht viel ausrichten, der schon nach dem Qualifying alle Chancen auf einen vorderen Platz verspielte. Im Qualifying war Felix da Costa als Führender in der Fahrerwertung in der ersten Gruppe gemeinsam mit Jean-Eric Vergne, Lucas di Grassi, Sam Bird und Jerome d’Ambrosio angetreten.

Obwohl der BMW-Pilot darin der Schnellste war, kam er am Ende nicht über Position 12 hinaus. Die erste Startgruppe hatte erneut die schwierigsten Streckenbedingungen, die keine schnelleren Rundenzeiten zuließen. Kühlere Temperaturen und weniger Grip bedeuteten einen gravierenden Nachteil für die Top 5. Das Überholen in Rom ist zudem nicht einfach.

„Leider hat uns die Qualifying-Gruppe einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aus dem Mittelfeld dann noch ganz nach vorn zu kommen, ist in der Formel E extrem schwierig“, sagte Felix da Costa enttäuscht.

Aufgrund von Pascal Wehrleins (Mahindra) Startplatz-Rückversetzung um fünf Plätze ging der BMW-Pilot als Elfter ins Rennen. Zudem bekam der Portugiese im BMW iFE.18 eine 5-Sekunden-Strafe aufgebrummt, weil die Batterie in der Startaufstellung mit 96,7 Prozent genau 0,3 Prozent weniger geladen war als die erforderlichen 97 Prozent.

Der E-Prix in Rom wurde bereits in der zweiten Runde in Folge eines Unfalls (Massenkarambolage) abgebrochen. Es dauerte mehr als 45 Minuten, bis die Fahrzeuge hinter dem BMW i8 Coupe Safety Car wieder auf die Strecke zurückkehrten.

Im weiteren Rennverlauf kämpfte Felix da Costa im Mittelfeld mit Vergne, di Grassi, d’Ambrosio und Wehrlein um jede Position und beendete das Rennen auf dem neunten Platz. In der Fahrerwertung liegt der Portugiese nun auf dem zweiten Rang, nur einen Punkt Rückstand auf d’Ambrosio, der Platz 8 belegte.

„Die Formel E hat sich auch beim ersten Europa-Rennen als unberechenbar präsentiert. Wieder gab es einen Rennabbruch, wieder bekamen die Fans eine Menge Action auf der Strecke zu sehen“, resümierte BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt.  „Antonio konnte als Neunter weitere Punkte sammeln. Mehr war heute nicht drin, aber diese Zähler können am Ende noch sehr wertvoll sein“, so Marquardt.

Ähnlich sah es Roger Griffiths, Teamleiter bei BMW i Andretti: „Das Rennen war für uns eine gute Lektion in Sachen Schadensbegrenzung. Angesichts unserer Startplätze ging es darum, Antonio im Rennen um die Spitzenplätze in der Fahrerwertung zu halten. Das ist uns gelungen.

Er liegt als Zweiter nur einen Punkt hinter Platz eins und hatte im Rennen einige Zweikämpfe im Mittelfeld. Dabei lag der Fokus immer darauf, das Auto ins Ziel zu bringen und wichtige Punkte mitzunehmen“, erklärte der britische Teamchef.

Das Team BMW i Andretti Motorsport liegt in der Teamwertung jetzt auf Position fünf.

Alexander Sims (GBR) BMW iFE.18 #27 (c)BMW

Teamkollege Alexander Sims hatte bereits im Qualifying Pech. Auf seiner schnellen Runde stoppte ihn ein beschädigter Antriebsstrang, so dass er vom Ende des Feldes ins Rennen gehen musste. Obendrauf erhielt der Brite eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe, weil dessen Motor, Getriebe und Inverter vor Startbeginn getauscht wurde.

Auf der rutschigen Strecke beschädigte sich Sims dann in der ersten Runde die Front seines BMW iFE.18. Sims überquerte schließlich als 17. die Ziellinie. „Das war ein wirklich harter Tag für mich. Eigentlich hatte ich mich in den Trainings gut auf die Strecke eingestellt und war recht gut unterwegs“, so Sims. „Doch dann war nach dem technischen Problem im Qualifying eigentlich auch schon der Rest des Tages gelaufen. Vom letzten Startplatz ging es eigentlich nur noch darum, viele Runden im Rennen zu drehen und möglichst viel zu lernen“, erklärte der 31-jährige Brite, der mittlerweile die vierte Nullnummer in Folge hinnehmen mußte.

Sims hofft jetzt beim kommenden E-Prix in Paris in die Erfolgsspur zurückzukehren. „Ich habe wieder einmal gesehen, dass in der Formel E unglaublich viel passieren kann, mit dem man nicht rechnet. Trotz allem bin ich überzeugt, dass ich einen guten Speed habe. Es muss uns nur einmal gelingen, ein problemloses Rennen zu absolvieren. Das werde ich in Paris erneut versuchen“, sagte der BMW-Pilot, der in der Meisterschaft auf Platz 15 liegt.

Teamchef Griffiths sagte über Sims Leistung: „Alexander konnte vom letzten Startplatz nicht viel ausrichten, zumal dann noch die Strafe dazukam. Dennoch hat er das Rennen genutzt, um mit Blick auf den Rest der Saison so viel wie möglich zu lernen.“

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