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FE: Maximilian Günther: Spektakuläres Rennen in Rom bleibt unbelohnt

Max Günther,Dragon (c)Günther

Gladiator Maximilian Günther zeigte bei seinem Comeback im Renncockpit in Rom eine wirklich starke Leistung. Der Dragon-Pilot lag fast das ganze Rennen über auf einem Punkterang und war kurz davor, seine ersten Meisterschaftspunkte in der Elektrorennserie einzufahren.

Im Verlauf des Rennens lieferte er sich spektakuläre Positionskämpfe mit seinen Gegnern und konnte das Tempo an der Spitze mitgehen. Wie schon bei seinem letzten Renneinsatz in Chile bewies Günther, dass er zu den Top-Piloten im Feld gehört.

Der 21-jährige Deutsche glänzte schon im Qualifying mit einer außerordentlich starken Performance und katapultierte sich als Fünfter mit einer Bestzeit von 1:30.277 Minuten in die Super Pole.

In der kurzen Pause vor dem finalen Abschnitt im Kampf um die Pole Position setzte Regen ein und sorgte für extrem schwierige Bedingungen am Anfang der Session. Der Deutsche meisterte die Herausforderung mit Bravour und fuhr eine sensationelle Rundenzeit im Regen, distanzierte den vor ihm fahrenden Nissan-Piloten Sebastien Buemi deutlich um fast 7/10 Sekunden, eine Welt in der Formel E.

Als die Strecke kurz darauf wieder abtrocknete wurden die Rundenzeiten schneller und Günther holte mit dem fünften Startplatz sein bestes Qualifying-Ergebnis in Formel E.

Kurz vor dem Rennstart sorgte erneut ein Regenschauer für widrige Streckenbedingungen. Der Allgäuer konnte seine Position nach dem Start aus der dritten Reihe behaupten, doch einige Kurven später bekam er die Tücken des nassen Kurses zu spüren und fiel nach einem Dreher auf den neunten Rang zurück.

Dabei beschädigte sich Günther die Nase und Frontpartie seines Dragon-Autos. Doch der Rennabbruch (Teamkollege Jose Maria Lopez verursachte eine Massenkarambolage) spielte dem jungen Bayer in die Karten. Die 45-minütige Rennunterbrechung nutzte Günther, um sich eine neue Frontpartie an der Dragon-Box abzuholen. Zeit für ein Interview mit dem ZDF, das erstmals ein Formel-E-Rennen live übertrug, blieb auch noch.

Max Günther im Interview mit dem ZDF (c)ZDF,FormulaE

Durch tolle Überholmanöver kämpfte sich der Dragon-Pilot nach dem Re-Start einige Plätze nach vorne zurück und mit einem Punkterang im Visier ging der Allgäuer volles Risiko. Der Deutsche attackierte Venturi-Pilot Felipe Massa und hielt lange Zeit dem Druck von Lucas di Grassi (Audi), Jean-Eric Vergne (DS Techeetah) und Antonio Felix da Costa (BMW) stand.

Doch der Einsatz wurde leider nicht belohnt und Günther musste sein Auto mit leerem Akku in der letzten Runde abstellen. Zudem bekam Günther während des Rennens eine 5-Sekundenstrafe wegen Geschwindigkeitsüberschreitung unter Full Course Yellow aufgebrummt, eine weitere folgte wegen der Nichtaktivierung des zweiten verpflichtenden Attack-Modes.

Dennoch kann Günther mit seiner gezeigten Leistung in Rom mehr als zufrieden sein. Es bleibt abzuwarten, ob Teamchef Jay Penske den jungen deutschen Piloten nach dessen geglückten Comeback in dieser Saison nochmal ins Cockpit steigen lässt. Beim Paris E-Prix kommt wieder der Brasilianer Felipe Nasr zum Einsatz für Dragon.

​Maximilian Günther sagte:​​ „Es war ein turbulentes Rennen​! Ich konnte mit der Spitze mithalten und lag die meiste Zeit des Rennens auf Punktekurs. Ich habe alles gegeben, um meine ersten Punkte in der ABB FIA Formula E zu holen und es ist schade, dass es am Ende ganz knapp nicht gereicht hat.

Doch ich konnte eine starke Leistung zeigen und war zum ersten Mal in der Super Pole. Ich hoffe, dass ich noch öfter in den Genuss davon kommen werde und um Punkte kämpfen kann!“

Es wäre dem jungen Günther zu wünschen, weitere Renneinsätze zu bekommen. In Rom hat er sich eindrucksvoll präsentiert.

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