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FE: HWA feiert ersten Podestplatz: Platz 3 für Vandoorne in Rom

Stoffel Vandoorne (BEL), HWA Racelab, 3rd position, sprays champagne on the podium,2019 Rome E-prix (c)FiaFormulaE

Und es hat Zoom gemacht. Großer Erfolg für HWA Racelab beim Rom E-Prix: Stoffel Vandoorne fuhr in einem turbulenten Rennen auf Platz 3 und verhalf dem Team aus Affalterbach damit zur ersten Podiumsplatzierung.

Gary Paffett musste das Rennen nach einer unverschuldeten Kollision mehrerer Fahrzeuge, die zu einem Rennabbruch führte, bereits früh aufgeben.

„Was für ein Wochenende! Es war das erste Wochenende, an dem wirklich alles gepasst hat“, jubelte Vandoorne bis über beide Ohren nach seiner Galavorstellung in Rom.

„Sehr befriedigend, das Rennen mit einem Podiumsplatz zu beenden. Das war die Belohung für all die Arbeit, die wir reingesteckt haben“, ergänzte der Belgier, der vom zukünftigen Mercedes-Formel-E-Team die Glückwünsche zu seiner tollen Leistung via Twitter übermittelt bekam.

Entscheidend für das herausragende Ergebnis des 27-jährigen HWA-Piloten war das Qualifying. Schon in Hongkong hatte Vandoorne seine Fähigkeit zu einer schnellen Runde mit der Pole Position unter Beweis gestellt.

Beim Rom E-Prix schaffte er mit der viertschnellsten Zeit den Sprung in die Super-Pole-Session der besten sechs Fahrer. In der Super Pole legte der HWA-Pilot ebenfalls die viertschnellste Zeit hin.

Teamkollege Paffett musste sich mit Startplatz 16 begnügen.

Vandoorne glückte ein sehr guter Start, er zog an Dragon-Pilot Jose Maria Lopez vorbei und rückte auf Platz 3 vor. Noch in Runde 1 kam es in Turn 17 der engen Schikanen zu einer Kollision von insgesamt sieben Fahrzeugen, in die auch Gary Paffett verwickelt war. Das Rennen wurde daraufhin für über 45 Minuten unterbrochen.Paffett konnte mit seinem beschädigten Boliden nicht mehr weiterfahren.

Nach der Zwangsunterbrechung wurde das Rennen hinter dem Safety-Car wieder aufgenommen. Vandoorne fuhr mit seinem VFE-05-Boliden weiterhin konstant schnelle Zeiten. Er hielt sich das ganze Rennen über in den Top 3 und kämpfte zwischenzeitlich sogar um Platz zwei.

Endlich gab es mal ein Rennen ohne technischen Probleme für das deutsche Team. Die Antriebswelle, die in den letzten Rennen für viel Frustration bei HWA gesorgt hatte, hielt stand. So konnte der Ex-Formel-1-Pilot mit deutschen ZF-Antrieb unter der Haube routiniert Platz 3 nach Hause fahren und den bisher größten Erfolg seiner noch kurzen Formel-E-Karriere erzielen.

Ironie des Schicksals: Diesmal ereilte das Team Venturi, das HWA als Kundenteam den Antriebsstrang zur Verfügung stellt, die Probleme mit der Antriebswelle. Beide Venturi-Piloten Edo Mortara und Felipe Massa mussten vorzeitig ihr Arbeitsgerät abschalten.

„Jetzt hoffe ich, dass wir nun die Wende geschafft haben“, war Vandoorne einfach nur glücklich. „Es war nicht einfach am Ende, ich musste vorsichtig mit dem Auto umgehen und habe es gerade noch ins Ziel geschafft. Ich bin wirklich glücklich darüber, wie es heute ausgegangen ist. Das Qualifying war erneut gut, aber wir sollten vor allem auf das Rennen stolz sein, denn da haben wir uns zuvor immer schwergetan.Danke an das ganze Team!“

Ein großer Stein vom Herzen fielen HWA-Teamchef Ulrich Fritz zusammen mit Franco Chiocchetti, Head of Formula E Operations bei HWA, nach dem ersten großen Erfolg des deutschen Teams in der Elektrorennserie . „Unser erstes Podium in der Formel E! Was für ein toller Erfolg für die gesamte Mannschaft und natürlich auch für Stoffel. Er ist ein super Rennen gefahren und hat sich keinen Fehler erlaubt. Das war einfach stark“, teilte Fritz ein Sonderlob für seinen belgischen Schützling aus.

Für Vandoorns Teamkollegen Paffett war es ein gebrauchter Tag. „Das war sehr enttäuschend. Das Qualifying war hart. Ich habe nicht wirklich eine gute Runde zustande gebracht. Als Folge davon musste ich aus dem Mittelfeld starten und wurde dann in eine Kollision verwickelt. Vom Gefühl her lag das Auto in den wechselhaften Bedingungen sehr gut. Die Pace in den ersten beiden Runden sah ziemlich gut aus, ich konnte ein paar Fahrer überholen und fühlte mich sehr wohl im Auto“, sagte der Brite.

Die Massenkarambolage erkläre Paffett wie folgt. „Doch dann wurde ich in den Unfall eines anderen Piloten verwickelt. Lopez – ich weiß nicht, was er da gemacht hat. Er hat den Scheitelpunkt einer Kurve komplett verpasst und ist dann in die Wand gefahren.

Wenn du direkt hinter einem Auto bist, dass in die Wand fährt, hast du keine Möglichkeit mehr auszuweichen. Ich traf ihn und Jev (Anm.: Jean-Eric Vergne) traf mich. Die Front des Autos war beschädigt und das war das Ende des Rennens. Wirklich sehr schade!“, ärgerte sich der 38-jährige Routinier.

Teamchef Fritz bedauerte den  frühen Ausfall von Paffett. „Schade, dass Gary so früh unverschuldet aus dem Rennen genommen wurde. Auch für ihn wäre heute eine Punkteplatzierung drin gewesen“, so der HWA-Verantwortliche.

Dennoch überwiegt die große Freude über den ersten Podestplatz von HWA in der Formel E. Vandoorne kletterte in der Meisterschaft auf Platz 14, Teamkollege Paffett liegt auf Platz 18. In der Teamwertung rangiert das deutsche Team auf Platz 9 von insgesamt elf Teams.

 

 

 

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