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FE: Audi: Heimspiel für Lucas di Grassi, Daniel Abt möchte in Rom imposante Serie verteidigen

Audi-Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi (c)Audi

Die Formel E kommt nach Europa: Nach Auftritten in Asien, dem Nahen Osten, Afrika sowie Süd- und Mittelamerika startet die Elektrorennserie am Samstag (13. April) auf den Straßen von Rom. Mittendrin im Kampf um die Spitzenposition sind Daniel Abt und Lucas di Grassi.

Mit ihrem Team Audi Sport ABT Schaeffler liegt das Duo nur einen Punkt hinter den Tabellenführern. „Mit dem Rennen in Rom beginnt die heiße Phase der Meisterschaft, denn besonders die nächsten vier Rennen im engen Zwei-Wochen-Takt können vorentscheidend sein im Titelkampf“, sagt Teamchef Allan McNish.

Race Facts Rom,Formula E, Rome E-Prix 2019 (c)Audi

„Rom war schon bei seiner Premiere in der vergangenen Saison ein großartiges Event, bei dem Daniel und Lucas in die Top Vier gefahren sind. Der Kurs hat einen einmaligen Charakter und ist eine echte Herausforderung: ein schneller erster Abschnitt mit einem kleinen Sprung und ein extrem enger und schwieriger letzter Sektor. Ich bin mir sicher, dass die Fans bei der Europa-Premiere in dieser Saison einen tollen Renntag erleben.“

Das Rennen in Rom markiert am Wochenende die Hälfte der Saison und den Beginn der ‚voestalpine European Races‘. Die Ausgangsposition könnte vor dem siebten von insgesamt 13 Läufen kaum spannender sein: In der Teamwertung liegen die ersten vier Mannschaften innerhalb von nur zwei Punkten, bei den Fahrern trennen die ersten sechs Piloten lediglich zehn Zähler.

Erstmals werden in dieser Saison alle europäischen Rennen (Rom, Paris, Monaco, Berlin und Bern) in einer eigenen Wertung namens ‚voestalpine European Races‘ zusammengefasst. Im Vorjahr gelang Lucas di Grassi als einzigem Fahrer das Kunststück, bei allen Rennen in Europa auf dem Podium zu stehen. Nur einer der Gründe, warum die Vorfreude auf das Gastspiel in Italien eine besondere Bedeutung für den Brasilianer hat.

„Ich habe viel italienisches Blut in mir – sogar 82 Prozent meiner DNA stammen aus Italien, wie ein Test ergeben hat. Deshalb ist Rom wie ein Heimrennen für mich“, sagt Lucas di Grassi, dessen Vorfahren aus der süditalienischen Region Apulien stammen und der fließend Italienisch spricht.

„Die Strecke ist eine der anspruchsvollsten überhaupt, es gibt Höhenunterschiede und sogar einen Sprung.“ Beim vorigen Lauf in Sanya wurde Lucas di Grassi auf dem Weg zu wertvollen Zählern durch eine unverschuldete Kollision aus dem Rennen gerissen. „Die Saison kommt jetzt in eine spannende Phase: Alle liegen sehr dicht zusammen, deshalb ist es umso wichtiger, ab sofort konstant zu punkten, um vorn dabei zu blieben.“

Daniel Abt hat in Rom eine Serie zu verteidigen: Der Deutsche ist einer von nur zwei Piloten im 22 Mann starken Feld, die bei allen bisherigen sechs Rennen gepunktet haben. „Natürlich möchte ich diese Serie weiter ausbauen und am liebsten mal wieder einen Pokal dazu holen“, sagt Abt, der in dieser Saison schon in Santiago de Chile auf dem Podium stand. „Die Meisterschaft nimmt jetzt Fahrt auf und wird richtig spannend. Wir haben uns eine gute Ausgangsposition erarbeitet und wollen jetzt darauf aufbauen.“

Der Allgäuer gehört zu den elf Piloten, die sich reale Chancen auf den Titelgewinn ausrechnen können. „Theoretisch ist alles möglich, ich habe nur 18 Punkte Rückstand. Das ist gar nichts“, sagte Abt beim Kick-Off in München, als er mit Teamkollege di Grassi die Werbetrommel für die Europa-Rennen rührte.

„Ich habe eine gute Basis, die Pace passt. Ich habe gut und konstant gepunktet, vielleicht einige Male zu wenig. Im Qualifying war manchmal der Hund begraben“, so Abt.

Der 26-jährige Bayer war an der ruppigen Gangart seiner Fahrerkollegen in der laufenden Saison nicht unmittelbar beteiligt, konnte sich aus allen Scharmützel raushalten. „Gott sei Dank war ich nicht selber in den Unfällen involviert. Ich habe es in dieser Saison geschafft, mich aus dem ganzen Wahnsinn rauszuhalten“, sagte der Kemptener. „Das Fahrverhalten mancher Fahrer ist ‚Over the top‘. Oliver Rowland fährt jeden ununterbrochen ins Auto bis es dann schiefgeht. Die Rennleitung muß da härter durchgreifen, die Strafen sind nicht konstant“, ergänzte der Audi-Pilot.

Neben dem Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler ist auch das Kundenteam Envision Virgin Racing mit Sam Bird und Robin Frijns mit dem von Audi und Technologiepartner Schaeffler entwickelten e-tron FE05 unterwegs. Die britische Mannschaft führt die Teamwertung an.

Formel E im TV:

Der siebte Saisonlauf der Formel E startet in Rom am Samstag um 16 Uhr Ortszeit und führt wie gewohnt über 45 Minuten plus eine Runde. Erstmals zeigt das ZDF ein Formel-E-Rennen live im TV-Programm:

Die Übertragung beginnt um 15:45 Uhr mit dem Kommentator Gari Paubandt und Moderatorin Katja Streso. Zuvor ist das Qualifying ab 11:30 Uhr live auf zdfsport.de zu sehen. Wie immer überträgt auch Eurosport das Rennen live aus Italien.

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