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FE: Venturi: Erneuter Überraschungscoup in Sanya ?

Edo Mortara in Hongkong (c)Venturi

Nach dem Premierensieg von Edoardo Mortara beim letzten Rennen in Hongkong reist das Venturi-Team mit breiter Brust zum sechsten Lauf  nach Sanya (China). Gelingt erneut ein Überraschungscoup der Monegassen?

Nach der aktuellen Form zu beurteilen, wissen die beiden Venturi-Piloten Mortara und Felipe Massa, dass ihr Auto das Potenzial hat, an der Spitze des Feldes mitzumischen. Das Ingenieurteam hat ganze Arbeit geleistet und war mit den Arbeitssitzungen im Simulator vor dem Sanya E-Prix vollauf zufrieden, so dass alle Systeme wie geschmiert funktionieren.

„Natürlich können wir auf drei gute Wochenenden zurückblicken, aber wir müssen mit beiden Füßen am Boden bleiben“, dämpft Mortara die Euphorie. „Wir müssen konzentriert bleiben und unser Auto weiter verbessern. Es besteht kein Zweifel, dass wir in die richtige Richtung arbeiten und bei jedem Rennen Fortschritte erzielen, aber es gibt keinen Platz für Fehler. Das gesamte Team arbeitet jeden Tag extrem hart“, so der 32-jährige Italo-Schweizer.

In der Meisterschaft liegt Mortara auf Platz 3, lediglich zwei Pünktchen getrennt vom Führenden Virgin-Piloten Sam Bird. Zählt Mortara inzwischen zum Titelkandidaten? Gewiß, denn der neu entwickelte Antriebsstrang des deutschen Technologiekonzerns ZF läuft wie ein Uhrwerk im Venturi VFE-05. Es ist übrigens der erste Antriebsstang, den ZF rein für den Motorsport entwickelt hat. Die Antriebseinheit umfasst bekanntlich den Elektromotor, das Getriebe und die dazugehörige Leistungselektronik samt Inverter.

Mortara muß man auch in Sanya auf der Rechnung haben. Der ehemalige Mercedes-DTM-Pilot ist reifer geworden, fährt effizient und geht kein unnötiges Risiko mehr in brenzligen Situationen ein. Und wenn es zu Ausfällen oder Zeitstrafen der Konkurrenten kommt, ist der Venturi-Pilot zur Stelle und streicht die ‚Big Points‘ ein.

In der Teammeisterschaft verbesserte sich der monegassische Rennstall auf Platz 4, überholte sogar das BMW-Werksteam. Anteil daran hat auch der immer besser in Fahrt kommende  Felipe Massa, der in Hongkong mit Platz 5 sein bisher bestes Formel-E-Ergebnis erzielte. Der langjährige Formel-1-Spitzenpilot ist mittlerweile in der Formel E angekommen und kommt mit dem Auto immer besser zurecht.

Bereits in Mexico konnte der Brasilianer mit Platz 8 seine ersten Punkte als Rookie für Venturi verbuchen.“Wir haben in den letzten drei Rennen wichtige Punkte erzielt, was unsere aktuelle Form unterstreicht. Wir müssen diesen Weg fortsetzen und uns ständig verbessern“, kommt Massa voller Elan nach Sanya. Der Brasilianer weiß, dass Sanya ein anderes Streckenlayout bietet als Hongkong und Mexico.

„Ich hoffe, dass wir auf dieser Strecke, die sich von den beiden letzten unterscheidet, konkurrenzfähig sein werden. Die beiden langen geraden Strecken bieten eine interessante Herausforderung in Bezug auf den Energieverbrauch und ich freue mich darauf, zu sehen, was ich machen kann“, so Massa.

Der Brasilianer kam schon sehr viel in der Welt herum, kein Wunder bei 269 Grand Prix-Starts in der Formel 1. Und dennoch feiert Massa Premiere an der Küste des Südchinesischen Meeres auf der Insel Hainan.  „Dies wird mein erstes Mal in Sanya sein und nur zwei Wochen nach dem Rennen in Hongkong freue ich mich, die chinesischen Racing-Fans wieder zu begegnen – sie sind so voller Energie und positiver Ausstrahlung“, so der Venturi-Pilot.

Susie Wolff,Venturi (c)Venturi

Teamchefin Susie Wolff strahlt wie ein Honigkuchenpferd ob der Ergebnisse und kann sehr zufrieden sein. Sie hat es geschafft, dass Venturi-Team in die Erfolgsspur zu führen. Bereits im fünften Rennen als neue Teamchefin des monegassischen Rennstalls den Premierensieg zu feiern, unterstreicht die Kompetenz und Entschlossenheit der Britin, die mit Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff verheiratet ist. Entsprechend lang wurde der Sieg in Hongkong gefeiert.

„Hongkong lief für uns sehr gut. Während wir uns die Zeit genommen haben, unser Ergebnis gebührend zu feiern, kam das Tagesgeschäft mit der Vorbereitung auf Sanya nicht zu kurz“, sagt Wolff. „Wir sind ein vergleichsweise kleines Team und es gibt keinen Platz für Selbstzufriedenheit.

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir erst fünf Rennen hinter uns haben, es stehen noch acht Rennen aus. Unser Fokus richtet sich unmittelbar auf Sanya, das wird eine einzigartige Herausforderung. Das Auto läuft gut und wir werden die Strecke in Sanya voller Konzentration angehen. Wir sind bereit, unser Bestes zu geben“, hofft die 36-jährige Teamchefin den Aufwärtstrend fortzuführen.

 

 

 

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