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FE: Jaguar: Evans top, Piquet Jr floppt

Mitch Evans im Duell mit Daniel Abt,2019 Hong Kong E-prix (c)FIAFormulaE

Beim 50. Rennen in der Geschichte der Formel E erkämpfte sich Panasonic Jaguar Racing Pilot Mitch Evans in Hongkong Platz 7.

Dagegen kommt Teamkollege Nelson Piquet Jr einfach nicht auf Touren. Der Ex-Champion von 2014/2015 musste eine weitere Nullnummer einstecken, sein bereits viertes punkteloses Rennen in Folge. Beim Saisonauftakt in Riad erzielte der Jaguar-Pilot mit Platz 10 seinen bisher einzigen Punkt. Was ist nur los mit dem 33-jährigen Brasilianer? Piquet Jr. floppt bisher in dieser Saison.

Piquet Jr ging nach einem verregnetem Qualifying von Position 15 ins Rennen, doch schon in der ersten Runde musste er mit einem Aufhängungsschaden den Jaguar I-TYPE 3 abstellen. Das Qualifying bleibt die große Schwachstelle des Jaguar-Teams.

„Wenn man sich für einen hinteren Startplatz qualifiziert, steigen die Chancen, in einen Unfall verwickelt zu werden. Denn du musst aggressiv losfahren, um möglichst schnell aufzuholen. Ein kleiner Rempler, und man kann einen Schaden davontragen. Genau das ist heute passiert, und obwohl das frustrierend ist, so ist es doch auch Teil des Motorsports. „, nannte Piquet Jr den Grund für sein Desaster.

Nelson Piquet Jr,2019 Mexico City E-prix (c)FiaFormulaE„Wir müssen uns darauf konzentrieren, im Qualifying besser zu werden. Um solche Risiken zu reduzieren und uns die bestmögliche Ausgangsposition fürs Rennen zu verschaffen“, hofft der Brasilianer auf bessere Zeiten. Bereits in Mexico-Stadt gab es das frühe Aus für den Jaguar-Piloten. Piquet Jr. verlor die Kontrolle über sein Auto bei seinem spektakulären Abflug, als er den Franzosen Jean Eric Vergne übermotiviert ins Heck fuhr und sein Arbeitsgerät völlig zertrümmerte. Ein Erfolgserlebnis ist für den Ex-Champion dringend erforderlich.

Jaguars Teamdirektor James Barclay sprang Piquet Jr in Hongkong zur Seite. „„Die Bedingungen waren den ganzen Tag über sehr schwierig für die Fahrer“, sagte Barclay. „Wir wissen, dass der Jaguar I-TYPE 3 eine gute Energieeffizienz und eine gute Rennpace besitzt – unsere Achillesferse bleibt das Qualifying. Eine starke Qualifyingzeit würde den ganzen Unterschied ausmachen. Wie wir es schon aus früheren Jahren kennen, sind die ersten Runden in Hongkong immer besonders riskant. Nelson wurde leider in eines dieser Scharmützel verwickelt, was sein Rennen vorzeitig beendete“, so der Jaguar-Verantwortliche.

Dagegen zeigt Teamkollege Evans, dass der Jaguar-Bolide zu den schnellsten Autos in der Formel E zählt. In Hongkong behielt der Neuseeländer in einem chaotischen Rennen einen kühlen Kopf und arbeitete sich bei extrem schweren Bedingungen von Startplatz 17 bis in die Top Ten vor. Evans ist neben Daniel Abt (Audi) nun der einzige Fahrer, der in allen fünf Formel E-Prix der Saison Punkte sammeln konnte.

„Angesichts des Wetters und der Tagesumstände bin ich froh, weitere Punkte für das Team geholt zu haben“, freute sich Evans.

„Es gab einige Zwischenfälle auf der Strecke, jeder pushte hart, um an die Spitze der Gruppe zu kommen. Wenn man von so weit hinten losfährt, muss es das Ziel sein, in die Top Ten zu kommen. Und das haben wir geschafft. Es bleibt aber weiterhin viel zu lernen, und heute war das keine Ausnahme. Es war das erste Rennen auf feuchter Piste im 50. Formel E-Event, da nehmen wir alle sehr viele neue Erfahrungen mit“, resümierte der 24-jährige Neuseeländer.

Von Barclay gab es ein Sonderlob für Evans. „Mitch zeigte eine sehr reife Leistung und bewies Geduld, während er sich durch das Feld arbeitete“, so Jaguars Teamdirektor.

In der Meisterschaft verbesserte sich Evans auf Platz 7, Teamkollege Piquet Jr liegt auf einem enttäuschenden 20. Platz. In der Herstellerwertung rangiert der britische Rennstall auf Platz 7. Das Jaguar-Team bereitet sich nun auf den am 23. März in Sanya auf der chinesischen Insel Hainan startenden sechsten E-Prix der Saison 2018/19 vor.

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