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FE: BMW unter den Erwartungen beim Hongkong E-Prix

BMW Felix da Costa (c)BMW

BMW i Andretti Motorsport konnte beim 50. E-Prix in der Geschichte der ABB FIA Formula E Championship unter schwierigen Bedingungen nicht an die starken Leistungen der vorherigen Rennen anknüpfen.

Dank des zehnten Platzes für Antonio Felix da Costa konnte das Team dennoch auch im fünften Rennen der Saison in die Punkteränge fahren.

Alexander Sims schied vorzeitig aus, nachdem der Brite beim Beschleunigen das Heck seines Fahrzeugs verloren hatte und die Mauer küsste. Sein BMW iFE.18  war bei dem Kontakt mit der Streckenbegrenzung so stark beschädigt worden, dass Sims mit gebrochener Aufhängung zurück in die BMW-Box fahren musste.

„Das ist nicht das Ergebnis, das wir uns in Hongkong versprochen haben. Wir sind mit hohen Erwartungen hierhergekommen“, zeigte sich Teamchef Roger Griffiths enttäuscht.

Immer wieder einsetzender Regen machte bereits das Qualifying zu einer großen Herausforderung. Bei ständig wechselnden Streckenverhältnissen wurde die Jagd nach den besten Startplätzen zeitweise zu einer Lotterie. Sims und Felix da Costa belegten letztlich die Plätze 13 und 20 im Qualifying. Keine idealen Vorraussetzungen für ein Spitzenergebnis.

BMW Roger Griffiths (c)BMW

„Die Strecke hätte uns eigentlich entgegenkommen sollen, und Antonio war in der Vergangenheit hier äußerst konkurrenzfähig. Die Bedingungen waren sehr schwierig, und auch das Qualifying mit zu Beginn nasser Strecke hat uns ins Hintertreffen gebracht. Dabei ist das Zeittraining in der Formel E der Schlüssel zum Erfolg. Es hat sich wieder einmal gezeigt: Wenn man im Mittelfeld oder am Ende des Feldes startet, ist es schwer, nach vorn zu kommen“, so Griffiths.

Das Rennen wurde mehrfach nach Zwischenfällen neutralisiert, einmal sogar unterbrochen. Das BMW i8 Coupé Safety Car kam mehrfach zum Einsatz. Während Sims durch einige Zwischenfälle zurückfiel und dann ausschied, konnte sich Felix da Costa aus allem heraushalten und sich – auch dank des FANBOOST – kontinuierlich nach vorn arbeiten. In den letzten Runden wurde seine Aufholjagd mit Platz zehn und einem Punkt in der Gesamtwertung belohnt.

„Alex hat einen super Start hingelegt und fünf Plätze gewonnen. Dann hat er leider einen Fehler gemacht und wurde ans Ende des Feldes zurückgeworfen. Er hat versucht, ins Rennen zurückzufinden, musste aber, nachdem er in die Mauer gefahren ist, mit einer gebrochenen Aufhängung frühzeitig aufgeben.

Antonio hat sich durch das Feld gearbeitet, sich leider aber dann außerhalb der Top-10 festgefahren. Wir haben letztlich auch von Ausfällen profitiert und einen Punkt geholt. Jeder Zähler hilft, aber das ist sicher nicht das, was wir erreichen wollten“, resümierte Griffiths.

Felix da Costa betrieb mit Platz 10 Schadensbegrenzung im Hinblick auf die Meisterschaft, denn die Konkurrenz nahm sich gegenseitig Punkte weg. Lediglich sieben Zähler trennen den fünftplatzierten Portugiesen vom neuen Führenden Sam Bird (Virgin).

„Nach dem Qualifying war klar, dass es schwierig werden würde. Vor allem auf einer Strecke, auf der es kaum möglich ist zu überholen“, sagte Felix da Costa. „Aufgrund all der Safety-Car-Phasen musste niemand Energie sparen, und die Pace aller Fahrzeuge im Feld war nahezu gleich. Es war fast unmöglich, ein Überholmanöver zu starten. Immerhin haben wir noch einen Punkt geholt. Wir müssen analysieren, warum unsere Pace im Nassen so schlecht war, zumal sie unter ähnlichen Bedingungen in Ad Diriyah und beim Test in Valencia gepasst hat. Jetzt heißt es, sich voll auf das nächste Rennen in Sanya zu fokussieren“, so der 27-jährige Portugiese.

Teamkollege Sims meinte zu seinem Ausscheiden. „Es war ein Auf und Ab. Einige Sessions waren besser als andere. Und die Pace war eigentlich okay“, so Sims.

„Im Rennen hatte ich eine fantastische erste Runde. Ich bin überlegt aggressiv zu Werke gegangen, und das hat sich ausgezahlt. Doch dann habe ich eine weitere Lektion über die Formel E gelernt: Es ist in dieser Serie so einfach, einen Fehler in diesen Autos zu machen, da sie am Limit schwer zu bewegen sind. In der zweiten Runde haben beim Bremsen meine Vorderräder blockiert.

Ich bin geradeaus gefahren. Von da an war mein Rennen gelaufen. Ich fand mich am Ende des Feldes wieder. Ich habe gepusht und die Grenzen ausgetestet. Dann habe ich die Mauer berührt und mein Rennen war zu Ende. Ich versuche das Positive rausziehen und endlich einmal ein sauberes Wochenende zu haben. Dann kommen auch die Resultate, die wir eigentlich aufgrund unserer Arbeit verdient hätten.“

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