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FE: Pascal Wehrlein: Premierensieg knapp verpasst, Platz 6 beim Mexico City E-Prix

Pascal Wehrlein_Mexico_City (c)Mahindra,Photographer: Shivraj Gohil|

Pascal Wehrlein kommt immer besser in Schwung in der Formel E. Nach der Galavorstellung in Santiago mit Platz 2 bei seinem Debüt in der Elektrorennserie, beendete Wehrlein den Mexico City E-Prix auf Platz 6.

Dabei stand Wehrlein kurz vor seinem ersten Formel-E-Sieg, bevor der 24-jährige Deutsche auf der Ziellinie von Audi-Pilot Lucas di Grassi noch abgefangen wurde. Dem Mahindra-Piloten wurde nachträglich noch eine 5-Sekunden-Strafe von den Rennkommissaren wegen Abkürzen der Schikane aufgebrummt, am Ende beendete Wehrlein das Rennen als Sechster.

Der Deutsche legte einen bärenstarken Rennsamstag hin, schnappte sich überlegen die Pole-Position mit über dreizehntel Sekunden Vorsprung auf di Grassi in der Superpole. Zudem brannte Wehrlein die schnellste Rennrunde in den Asphalt auf dem Kurs Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexico City.

Wehrlein dominierte das Rennen nach Belieben, behauptete souverän die Führung nach dem Restart, als das Rennen nach einem Crash von Jaguar-Pilot Nelson Piquet jr für knapp 30 Minuten unterbrochen wurde und anschließend in die Verlängerung ging. Nissan-Pilot Oliver Rowland und besonders di Grassi übten mächtig Druck auf den Führenden Mahindra-Piloten aus, doch beide Fahrer bissen sich die Zähne an Wehrlein aus.

In der Schlussrunde nahm das Energiedrama seinen Lauf. Die Energie des Mahindra-Boliden neigte sich dem Ende zu. Wehrlein nahm in der Schlussrunde eine Abkürzung der Schikane in Kauf, um di Grassis vehemente Angriffsversuchen abzuwehren. Auf den letzten Metern vor der Ziellinie ging dem Mahindra M5Electro der Saft aus, di Grassi überholte mit einem sensationellen Manöver Zentimeter neben der Boxenmauer den seit dem Start führenden Wehrlein und siegte.

„Abgesehen von der letzten Runde bin ich mit dem heutigen Tag und meiner ersten Pole-Position zufrieden“, sagte Wehrlein.Wir haben anfangs hart gekämpft, also haben wir mehr Energie verbraucht, was es schwieriger gemacht hat, mich gegen di Grassi zu verteidigen. Ich denke, ohne die Strafe wären wir Zweiter geworden, aber ich freue mich auf das nächste Rennen“, resümierte der Deutsche.

In der Meisterschaft belegt Wehrlein als bester Deutscher Platz 5 mit 30 Punkten.

Mehr Rennglück hatte Teamkollege Jerome d’Ambrosio, der von Startplatz 19 noch bis auf Platz 4 vorgespült wurde. Dadurch eroberte D’Ambrosio die Führung in der Fahrerwertung, in der Teamwertung reist der indische Rennstall ebenfalls als Führender zum nächsten Rennen  nach Hongkong (10. März).

Mahindra-Teamchef Dilbagh Gill ärgerte sich schon ob des verpassten Sieges seines Schützlings Wehrlein. „Es sind gemischte Gefühle heute“, so Gill. „Obwohl wir beide Wertungen anführen, bin ich enttäuscht, dass wir das Podium verpasst haben. Pascal hat in seinem erst zweiten vollen Rennen auf höchsten Niveau performt.

Er hätte einen weiteren Podiumsplatz verdient gehabt, aber unglücklicherweise wurde er in seinen drei Rennen zweimal von Lucas di Grassi getroffen. Wir haben eines der stärksten Autos im ganzen Feld. Jerome hat das heute wieder bewiesen und 14 Plätze gutgemacht. Ich bin stolz auf jeden im Team, und wir werden in Hongkong zurückschlagen“, fasste der indische Teamchef das Rennen zusammen.

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