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FE: Schaeffler nach ersten Saisonsieg ganz aus dem Häuschen: ‚Das war atemberaubend‘

Lucas di Grassi mit Schaeffler-Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. peter Gutzmer Formula E, Mexico City E-Prix 2019 (c)Schaeffler

Der vierte Saisonlauf der Formel E auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexiko-Stadt wird als Musterbeispiel für faszinierenden Motorsport in die Geschichtsbücher eingehen.

„Mehr muss man nicht sehen als dieses Rennen und diese letzte Runde, um zu verstehen, was die Faszination Formel E ausmacht. Das war atemberaubend. Gratulation an Lucas, das war wohl eines der taktisch cleversten Rennen und auf den letzten Metern vor der Ziellinie eines der spektakulärsten Überholmanöver, die ich je gesehen habe“, sagte Prof. Peter Gutzmer, Technologievorstand bei Schaeffler über den Rennverlauf und dem Sieg von Lucas di Grassi vom Team Audi Sport ABT Schaeffler.

Auf den letzten Metern vor der Ziellinie überholte di Grassi mit einem sensationellen Manöver Zentimeter neben der Boxenmauer den seit dem Start führenden Pascal Wehrlein (Mahindra) und siegte. Vorangegangen war ein spannender Formel-E-Krimi, in dem di Grassi Wehrlein immer wieder bedrängte und dazu trieb, besonders viel Energie seines Elektrorennwagens zu benutzen, um vor dem Brasilianer zu bleiben.

Während di Grassi sich auf die Effizienz seines von Audi und Schaeffler gemeinsam entwickelten Antriebsstrangs verlassen konnte und in der letzten Runde noch reichlich Energie in der Batterie seines Audi e-tron FE05 hatte, musste der Deutsche sich im langsamer werdenden Auto überhart verteidigen.

Nach Rennende kassierte Wehrlein deshalb auch für ein Abkürzen in der Schikane in der letzten Runde eine nachträgliche 5-Sekunden-Strafe. Das Bilderbuch-Finish mit dem Überqueren der Ziellinie als Erster gelang di Grassi mit einer Blitzreaktion, als der Deutsche eine winzige Lücke aufmachte.

„Ich wusste nach seinem Fehler in der Schikane, dass er bestraft wird, aber natürlich ist es ein Mega-Gefühl, nach so einem Manöver die Ziellinie auch wirklich als Erster zu überqueren. Das war heute das beste Rennen meiner Formel-E-Karriere“, erklärte der Brasilianer, der 2016/2017 den Fahrertitel holte.

„Wir haben immer gewusst, dass der Audi e-tron FE05 schnell ist, und uns nicht verrückt gemacht, als zu Beginn die Ergebnisse ausblieben. Wir haben das analysiert und Schritt für Schritt in die richtige Richtung gearbeitet. Großes Lob an mein Team Audi Sport ABT Schaeffler!“ Der 34-Jährige schiebt sich so auf den vierten Platz in der Fahrerwertung.

Den neuen Audi e-tron FE05 haben Audi Sport und Schaeffler mit Blick auf die neuen technischen und strategischen Herausforderungen akribisch entwickelt. Die Motor-Generator-Unit namens Audi Schaeffler MGU03, das Herzstück des Audi e-tron FE05, haben die beiden Technologiepartner gemeinsam konstruiert. 95 Prozent aller Teile des Antriebsstrangs sind neu. Zehn Prozent an Gewicht konnten dabei eingespart werden.

„Erst hat er Pascal (Wehrlein) dazu gebracht, dass der vor ihm möglichst viel Batterieenergie braucht, und dann wie ein wahrer Champion zugeschlagen“, so sagte Prof. Peter Gutzmer. „Wir haben immer an die Performance und an die Effizienz unseres Antriebsstrangs geglaubt und heute mit unserem Team Audi Sport ABT Schaeffler wirklich eine Sternstunde erlebt. Drei Siege in drei Jahren auf dieser Strecke – Mexiko, wir kommen gern wieder!“, freute sich der 65-jährige Vorstandsvorsitzende und Vorstand für Technologie von Schaeffler.  Für di Grassi war es im 49. Formel-E-Rennen der neunte Sieg, für das Team Audi Sport ABT Schaeffler der elfte.

Teamkollege Daniel Abt holte nach einem Fehler im Qualifying von Startplatz 21 aus als Zehnter noch einen Punkt und rangiert in der Fahrerwertung auf Rang elf. Weiter geht es in der Formel E am 10. März mit dem fünften Saisonlauf in Hongkong.

Schaeffler ist einer der Mitgründer und einer der renommiertesten und erfolgreichsten Akteure der Formel E. 2016/2017 gewann das Team Audi Sport ABT Schaeffler den Fahrertitel (Lucas di Grassi), 2017/2018 den Teamtitel (Lucas di Grassi/Daniel Abt). Seit 2015 bringt Schaeffler sein Know-how bei der Entwicklung des Antriebsstrangs ein.

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