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FE: Audi: Kundenteam schlägt Werksteam in Marrakesch

Audi e-tron FE05 #11 (Audi Sport ABT Schaeffler), Lucas di Grassi,Formula E, Marrakesh E-Prix 2019 (c)Audi

Kundenteam bezwingt Werksteam. Durch das Kundenteam Envision Virgin Racing hat Audi als erster Hersteller mit der neuen Generation von Formel-E-Rennwagen ein Doppelpodium erzielt. Robin Frijns auf Platz 2 und Teamkollege Sam Bird mit Platz 3 feierten ihr erstes Podiumsergebnis in dieser Saison. Es war überhaupt das bisher beste Formel-E-Resultat für den Niederländer.

Beim zweiten Lauf der ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft in Marrakesch (Marokko) fuhren zudem alle vier Audi e-tron FE05 in die Punkteränge.Lucas di Grassi im Werksaudi kam auf Platz 7, Teamkollege Daniel Abt rettete mit Platz 10 noch einen Meisterschaftspunkt.

Neben den Plätzen zwei, drei, sieben und zehn gingen auch die Zusatzpunkte für die Pole-Position (Bird) und die schnellste Rennrunde (di Grassi) auf das Konto des Audi e-tron FE05. Aber der Reihe nach.

CIRCUIT INTERNATIONAL AUTOMOBILE MOULAY EL HASSAN, MOROCCO - JANUARY 12: Sam Bird (GBR), Envision Virgin Racing, Audi e-tron FE05, Robin Frijns (NLD), Envision Virgin Racing, Audi e-tron FE05, and Tom Dillmann (FRA), NIO Formula E Team, NIO Sport 004, crash in the pits during the Marrakesh E-prix at Circuit International Automobile Moulay El Hassan on January 12, 2019 in Circuit International Automobile Moulay El Hassan, Morocco. (Photo by FiaFormulaE,Sam Bloxham / LAT Images)

Nach dem schwierigen Saisonstart im Dezember in Saudi-Arabien hinterließ der neue Audi e-tron FE05 mit seiner von Audi und Technologiepartner Schaeffler gemeinsam entwickelten Motor-Generator-Unit (MGU) in Nordafrika einen starken Eindruck. In einem bis zum letzten Meter packenden Rennen fiel die Entscheidung zugunsten von Jérôme d’Ambrosio (Mahindra) nach einer späten Safety-Car-Phase in einem Ein-Runden-Sprint. Im Fotofinish überquerten die ersten sieben Autos die Ziellinie innerhalb von 1,633 Sekunden – und das zum Teil nebeneinander.

„Es war ein aufregendes Rennen für mich und für diejenigen, die zu Hause zuschauten“ sagte Frijns. „Der Start war ein bisschen chaotisch, als ich versuchte, jeden von mir durch Vergnes drehenden Auto fernzuhalten. Ich fand mich dann auf Position 4 wieder und hatte eine guten Vorsprung zu Jerome [D’Ambrosio], während ich versuchte, so viel Energie wie möglich zu sparen.

Natürlich weiß jeder, was dann mit den beiden Autos (BMW) passiert ist, und in der letzten Runde habe ich mich bemüht, Jerome zu attakieren. Ich wusste aber, dass die Punkte wertvoller waren, als dass ich das Rennen möglicherweise nicht beenden konnte. Auf dem Podium zu stehen, ist für mich und das Team ein wirklich guter Abschluss des Tages“, resümierte der Niederländer in Diensten von Virgin Racing.

„Wir haben erneut ein sehr spannendes Formel-E-Rennen mit einem insgesamt guten Ergebnis für Audi gesehen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Unsere beiden Kundenautos von Envision Virgin Racing kamen mit Robin Frijns und Sam Bird auf den Plätzen zwei und drei ins Ziel. Unsere Werksautos hatten mit Lucas (di Grassi) und Daniel (Abt) nach guten Starts am Ende etwas mehr zu kämpfen. Wir müssen verstehen, warum sie im Verlauf des Rennens langsamer wurden.“

Nach einem nicht optimalen Qualifying sorgten di Grassi und Abt im Rennen mit sensationellen Starts für Furore. Di Grassi verbesserte sich in der ersten Runde um fünf Positionen, Abt sogar um sieben. Nach wenigen Runden hatten die beiden Piloten des Teams Audi Sport ABT Schaeffler, von den Startpositionen elf und 16 kommend, den Anschluss zur Spitzengruppe gefunden. Nach einem turbulenten Rennen belegten sie die Plätze sieben und zehn.

„Das war ein verrücktes Rennen“, sagte Lucas di Grassi. „Nach meiner Aufholjagd hat mir nicht viel zur Führung gefehlt, doch das Safety-Car hat unsere Strategie ziemlich kompromittiert. Platz sieben und die schnellste Rennrunde – wir sind auf jeden Fall wieder da.“

„Mein Start war richtig gut“, sagte Daniel Abt. „Auch danach fühlte sich alles gut an. Ich war schon Siebter und hatte Anschluss an die Führungsgruppe. Doch nachdem ich den Attack Mode das erste Mal aktiviert hatte, ging plötzlich nicht mehr viel. Wir müssen analysieren, warum.“ Abt war also nicht zufrieden mit dem Abschneider in Nordafrika.

Allan McNish, Teamchef von Audi Sport Team Abt Schaeffler ergänzte: „Lucas (di Grassi) hat fast das ganze Rennen über um einen Podiumsplatz gekämpft. Für ihn kam das Safety-Car zum falschen Zeitpunkt. Alle haben mit dem neuen Attack Mode etwas gepokert, leider hatten wir dabei kein Glück.

Daniel (Abt) ist am Anfang schnell nach vorn gekommen. Auch er hatte etwas Pech mit dem Safety-Car. Die wichtigste Erkenntnis für uns ist, dass wir mit dem Audi e-tron FE05 ein schnelles Auto haben. Wir freuen uns, dass hier zwei Audi aufs Podium gefahren sind. Aber nun werden wir alles daransetzen, dass die Sonne in Santiago für unser Werksteam scheint.“

 

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