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FE: Desaster für HWA in Afrika

Joe Portlock / LAT Images)

Desaster für HWA Racelab beim Marrakesch EPrix. Nach einer Kollision der beiden Teamkollegen in der ersten Kurve musste Stoffel Vandoorne zurück an die Box und konnte das Rennen nicht wieder aufnehmen.
Als Folge der Kollision kam es beim Fahrzeug von Gary Paffett zu einem Platten, der den Briten ebenfalls zur Aufgabe zwang.

Teamkollision ähnlich wie beim BMW-Rennstall: Mit dem Unterschied, dass die Münchner mit Platz 4 (Alexander Sims) 12 Punkte mit nach Hause nahmen, HWA ging leer aus.
HWA-Teamchef Ulrich Fritz gab unumwunden zu: „Das war einfach nur ein Desaster heute.“

Es war ein gebrauchter Tag für den Teamchef aus Affalterbach. „Zunächst die Probleme mit dem Power Shutdown während des Qualifyings und dann berührten sich beide Autos in der ersten Kurve. Natürlich ist das etwas, was niemals passieren sollte. Aber unglücklicherweise war es heute der Fall. Es tut mir leid für das ganze Team. Alle haben so hart gearbeitet in den vergangenen Wochen und wurden dafür heute nicht belohnt. Aber ich bin mir sicher, wenn wir so weiterarbeiten wie wir es bis hierhin getan haben, dann werden die Ergebnisse kommen“, sprach Fritz Mut zu.

Der Marrakesh E-Prix bot für HWA zunächst einen verheißungsvollen Auftakt: Auf dem Circuit International Automobile Moulay El Hassan war das Team aus Affalterbach beim ersten freien Training mit ansprechenden Ergebnissen in den Renntag gestartet.

Stoffel Vandoorne, der beim Saisonauftakt in Riad auf dem 17. Rang gelandet war, konnte sein VFE05-Fahrzeug in der Session auf dem elften Rang platzieren. Auch Gary Paffett, der in Riad ausgefallen war, lag mit der zwölftbesten Zeit in Reichweite der Top-Ten.

Einen ersten Rückschlag erlebte das neue Team der Formel E dann beim Qualifying: Aufgrund von Antriebsproblemen kam Paffett bei dem Zeitfahren nicht über den 19. Startplatz hinaus. Ein Shutdown der Stromversorgung vereitelte außerdem die schnelle Runde von Vandoorne, so dass der Belgier hinter dem Feld in das zweite Saisonrennen gehen musste. 

Und was sagten Paffett und Vandoorne? „Es sind gemischte Gefühle nach dem Rennen hier in Marrakesch“, so Paffett. Wir hatten ein gutes Training am Morgen, da lief alles reibungslos. Die Pace war gut und ich war sehr zufrieden mit dem Auto.

Wir hatten keine Probleme, es war wirklich ein guter Start in den Tag. Im Qualifying lief es dann ein wenig schlechter, wir hatten Balance-Probleme und das Auto war schwieriger zu fahren. Und wir hatten auch Probleme mit den Power-Aggregaten, was zur Folge hatte, dass wir weiter hinten starten mussten.

Im Rennen selbst bremste Stoffel in Kurve eins ein wenig spät und traf mich in der Seite, was zu einer Beschädigung führte. Letztlich hatte ich kurz darauf einen Platten und musste das Rennen aufgeben. Es ist schade, weil die Pace im Training eigentlich ganz gut war. Aber wir haben viel gelernt im Laufe dieses Wochenendes und werden insgesamt besser vorbereitet sein – aber letztlich bleibt es ein frustrierender Tag“, ärgerte sich der Brite.

Sein Teamkollege Vandoorne ergänzte: „Das war leider ein sehr kurzes Rennen für uns. Schon nach der ersten Kurve war alles vorbei. Die Bedingungen am Start waren tricky mit viel Qualm und schlechter Sicht. Viele Fahrzeuge sind kreuz- und quergefahren und auch von der Strecke abgekommen.

Ich war vielleicht etwas zu ehrgeizig und konnte es in dem Tumult nicht verhindern, Gary zu treffen. Es ist traurig, dass wir das Rennen nicht beenden konnten. Es wäre wichtig für uns gewesen, Kilometer zu sammeln. Sehr enttäuschend, aber wir werden versuchen, in Santiago zurückzuschlagen.“

 

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