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FE: Bitter, BMW wirft Doppelsieg in Marrakesch weg

bmw doppelführung in marrakesch (c)BMW

BMW hat einen sicher geglaubten Doppelsieg beim Marrakesch EPrix wegen einer Teamkollision weggeworfen. Zehn Minuten vor Rennende kollidierte Riad-Auftaktsieger Antonio Felix da Costa souverän in Führung liegend mit Teamkollege Alexander Sims aus heiterem Himmel, BMW verschenkte dadurch einen historischen Doppelsieg.

Während der Brite Sims mit Platz 4 seine ersten Punkte für den Münchner Hersteller sammelte, musste Felix da Costa sein Arbeitsgerät abstellen.

„Ich entschuldige mich beim Team. Alex hat heute einen großartigen Job gemacht. Als er neben mir war, habe ich dagegengehalten, und meine Vorderräder haben blockiert. Das war mein Fehler, unter dem leider Alex und ich gelitten haben. Ich hätte ihn ziehen lassen und mich mit Platz zwei zufriedengeben sollen“, nahm da Costa die Unfallschuld auf sich.

Die beiden BMW-Fahrer waren von den Plätzen vier und sechs ins Rennen gegangen und erwischten hervorragende Starts. Schnell lag das Duo auf den Plätzen zwei und drei. Im weiteren Rennverlauf übernahm da Costa die Führung, Sims folgte auf Platz zwei.

Dank der hervorragenden Pace der beiden BMW iFE.18 konnte sich das Duo absetzen und fuhr auf Podiumskurs. Dann kam es zu dem verhängnisvollen Verbremser.

„Das ist natürlich unglaublich schade für das gesamte Team“, so Sims. „So hätte das Rennen nicht ausgehen dürfen. Wir alle, ich selbst, Antonio und das Team werden daraus unsere Lehren ziehen. Denn uns allen ist klar, dass solche Zwischenfälle inakzeptabel sind. Heute hat er uns einen Doppelsieg gekostet“, fügte der Brite hinzu.

Zur Ehrenrettung von Sims ist zu sagen, dass der Brite in seinem gerade mal zweiten Formel-E-Rennen mit Platz 4 eine Spitzenplazierung eroberte. Doch angesichts des Rennverlaufs mit dem Sieg vor Augen sicherlich ein sehr schwacher Trost für den 30-jährigen Neuling.

Da Costa rutschte auf der Innenbahn in die Reifenstapel und musste aufgeben, Sims konnte ausweichen und reihte sich als Vierter wieder ins Rennen. Der Sieg ging an Jerome D’Ambrosio.

Jens Marquardt,BMW Motorsport Direktor, meinte zum bitteren Rennverlauf: „Beide BMW iFE.18 lagen in der Schlussphase des Rennens in aussichtsreicher Position. Leider haben wir es nicht geschafft, aus der guten Performance Kapital zu schlagen.“

„Unsere Fahrer haben sich kurz vor Schluss berührt, Antonio Felix da Costa ist daraufhin ausgeschieden. Alexander Sims konnte das Rennen auf Platz vier beenden. Wir haben den Zwischenfall mit beiden Fahrern analysiert und werden für den weiteren Saisonverlauf daraus lernen. Wir sind uns alle einig: So etwas wird nicht wieder passieren“, ärgerte sich Marquardt.

Teamchef Roger Griffiths war die Enttäuschung ob  des verpassten Doppelsiegs ins Gesicht geschrieben: „Ein sehr viel versprechender Tag hat leider für uns ein enttäuschendes Ende gehabt. Unsere Autos haben an der Spitze des Feldes eine starke Leistung gezeigt und waren sehr konkurrenzfähig.

Unsere Renn-Pace war extrem gut, ein Doppelsieg war möglich. Unglücklicherweise ist es anders gekommen. Die Enttäuschung ist natürlich groß. Wir haben als Team darüber gesprochen und blicken nun nach vorn. In Ad Diriyah haben wir gemeinsam gewonnen. Hier in Marrakesch haben wir das nicht geschafft, und wir haben zusammen verloren. Daraus ziehen wir unsere Lehren.“

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