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DTM: DMSB-Präsident Stuck: ‚DTM auf einen guten Weg‘

Hans Joacim Stuck (c)ADAC

Die Rennfahrerlegende Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck feiert morgen seinen 68. Geburtstag. Seine Leidenschaft für den Motorsport ist ungebrochen, denn der ehemalige Formel 1-Pilot übt mittlerweile den Vorsitz des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) aus.

Vor wenigen Tagen hielt Stuck die Laudatio für Motorsportlegende Charly Lamm bei der ADAC Sportgala in München. Gelegenheit für mich, sich mit Stuck über die Zukunft der DTM, über Charly Lamm und Mick Schumacher und über ein Comeback des Salzburgrings in der DTM zu unterhalten.

Und schließlich gibt Stuck als Markenbotschafter des GP ICE Race einen Ausblick auf das bevorstehende Traditionsrennen auf Eis in Zell am See (19.1. – 20.1.2019), das nach 45 Jahren ein Comeback feiert.

Herr Stuck, die DTM war 2018 sportlich attraktiv unterwegs, hat die Serie hat die Kurve gekriegt?

Hans-Joachim Stuck: „Dies Jahr war die wirklich DTM gut, dank der guten Arbeit mit ITR-Boss Gerhard Berger. Wir haben sehr gut miteinander zusammengearbeitet. Gerhard ist so ein Racer wie ich. Er ist unabhängig, er kann machen, was er will. Er zieht das komplett durch.

Es ist gut, dass Aston Martin in die DTM einsteigt, das ist für die DTM wichtig. Alle Fahrer, die das neue Auto bereits testen durften, sind begeistert von den neuen Motoren, von der Leistung. Es geht alles super. Wir sind auf einen guten Weg.“

Ist das neue Reglement Class 1 und die Internationalisierung, Rennen mit den Japanern auszutragen der richtige Schritt für DTM?

Stuck: „Es geht ja hier erst einmal um die DTM. Class 1 ist der richtige Weg, dass man sowohl in Europa als auch in Japan fahren kann. Aber aus meiner Sicht ist das nicht die oberste Priorität.

Wir wollen zuerst, dass wir einen vernünftigen Hersteller in die Serie bekommen. Danach erfolgt die Anpassung des Regelwerks. Schritt für Schritt. Dann sind wir auf den richtigen Weg.“

Mick Schumacher wurde für den Formel 3-EM-Titel geehrt, wir finden Sie seine Leistung?

Stuck: „Sehr gut, er hat sich alles hart erarbeiten müssen. Es gab Ups and Downs. Er hat nichts geschenkt bekommen. Im richtigen Zeitpunkt hat Mick überzeugt.“

Was glauben Sie, wohin kann die Reise für Schumacher gehen?

Stuck: „Nach oben ist alles offen. Gott sei Dank.“

Charly Lamm wurde für sein Lebenswerk geehrt. Sie sind für das Schnitzer-Team unter Lamm in ihrer aktiven Karriere gefahren. Was schätzen Sie so an Schnitzer?

Stuck: „Schnitzer ist ein Superteam. Da ist das Herzblut dabei. Die sind aus Freilassing, das ist Bayern.

BMW kann sich keinen besseren Partner vorstellen. Schnitzer hat über Jahrzehnte bewiesen, wie man Motorsport macht, wie man mit Schlitzohrigkeit, aber reglementskonform arbeitet. Ich bin mit Ihnen gefahren, gegen Ihnen, und immer gut gefahren.

Stichwort Freilassing. Ganz in der Nähe ist der Salzburgring beheimatet, gibt es im Nesselgraben ein Comeback der DTM?

Stuck: „Gespräche haben wir mit dem Salzburgring schon gehabt. Die FIA war mit Sicherheitsinspektor Roland Bruynseraede aus Belgien vor Ort. Da muss man sehen, wie man das hinbekommt.

Es müssen natürlich Änderungen vorgenommen werden, damit es entsprechend angepasst wird. Und wenn wir das mit dem Thema Umwelt noch hinbekommen, warum nicht.“

Herr Stuck, wie laufen die Vorbereitungen für das Comeback des GP ICE Race in Zell am See?

Hans-Joachim Stuck: „Das GP ICE Rennen findet nach vielen, vielen Jahren wieder in Zelt am See statt. Es gibt auf jeden Fall einen Riesenaufschlag, denn es gibt tolle Sonderaktionen.

Auto-Union zeigt die Rennwagen meines Vaters vom Großglockner, Walter Röhrl kommt mit dem S1 (Audi Quattro), VW kommt mit dem Elektro-Rennwagen ID. R Pikes Peak.

Es gibt Skoda-Demofahrten, es sind 4 KTM X-Bow mit von der Partie und Porsche stellt das GT4 Cayman Rallye-Fahrzeug vor. „

Matthias Ekström hat sich mit mir in Verbindung gesetzt, der auch mitfahren will. Bis jetzt läuft es alles gut, ich war bereits auf der Strecke, Eis ist vorhanden, alle Vorzeichen stehen momentan auf Grün. Wir hoffen, dass es kalt bleibt.“

Drehen Sie selbst am Lenkrad?

Stuck: „Sicher, mit dem X-Bow werde ich ein paar Demorunden fahren. Am Rennen selbst nehme ich nicht teil, das geht leider nicht.“

 

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