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DTM: Meisterschafts-Krimi in Hockenheim, Rene Rast gewinnt zum 5.Mal in Folge

#33 René Rast, Audi RS5 DTM(c)DTM

Thriller beim vorletzten Lauf der DTM-Saison 2018 in Hockenheim: René Rast ist nicht zu stoppen. Give me five.

Im Samstagsrennen auf dem Hockenheimring hat der Audi-Pilot den fünften DTM-Sieg in Folge geholt. Mit dem historischen Erfolg  sicherte sich Rast nicht nur einen Platz in den Geschichtsbüchern, sondern hält auch den Titelkampf offen.

Die Entscheidung, wer DTM-Champion 2018 wird, fällt im letzten Rennen. „Ich habe keine Worte dafür – das ist einfach unglaublich“, war der Mindener in der Auslaufrunde fast zu Tränen gerührt.

Mit Robin Frijns auf Platz zwei feierte Audi in Hockenheim einen Doppelerfolg. Dritter, in einem von unzähligen Rad-an-Rad-Duellen geprägten Rennen, wurde BMW-Pilot Timo Glock.

„Das war ein Wahnsinnsrennen für die DTM“, fasste Glock zusammen. In der DTM-Fahrerwertung hat vor dem entscheidenden Rennen am Sonntag wieder Gary Paffett die Führung übernommen. Der Mercedes-AMG-Pilot wurde Vierter und liegt mit 239 Punkten auf Platz eins vor seinem Markenkollegen Paul Di Resta (233 Punkte), der Achter wurde. Rast hat mit 224 Punkten vor dem Traumfinale am Sonntag noch alle Chancen, seinen Titel zu verteidigen.

„Jetzt ist alles möglich“, sagt René Rast, der mit 30 Punkten Rückstand nach Hockenheim gereist war und den Rückstand nach dem ersten von zwei Rennen am Wochenende auf 15 verkürzen konnte.

„Ich habe mich selbst überrascht. Heute nochmal zu gewinnen, daran habe ich eigentlich nicht geglaubt. Unser Ziel war es, die Entscheidung offen zu halten und wenn wir morgen wieder so ein spannendes Rennen haben, dann ist wirklich alles drin. Die Nacht heute könnte ziemlich unruhig werden.“

Rast musste vor den Konkurrenten Paffett und Di Resta ins Ziel kommen um seine Chancen zu wahren. In der 16. Runde übernahm Rast zum ersten Mal Platz eins im Rennen vor Paffett, musste diesen in der 23. aber wieder an ihn abgeben um nur eine Runde später wieder die Führung zu übernehmen.

Beim Restart nach einer Safetycar-Phase – Augusto Farfus verlor in der Hochgeschwindigkeitspassage vor der Spitzkehre die linke Tür seines BMW M4 DTM – konnte Rast Platz eins gegen Paffett behaupten und ins Ziel bringen.

Des einen Freud ist des anderen Leid. Während Rast Platz eins sicher ins Ziel brachte, verlor Paffett in den neun Runden nach dem Restart zwei Positionen an Frijns und Glock. Er wurde Vierter. „Das ist frustrierend“, erklärte er nach dem Rennen leicht erbost. Das Ergebnis ist enttäuschend. Wir hatten im Rennen eine klasse Pace und im ersten Stint auch einen Vorsprung auf René. Er hat beim Boxenstopp viel Boden auf uns gut gemacht und mich auch kurz darauf mit DRS überholt.

Danach hatten wir einen Zweikampf und ich habe kein DRS mehr genutzt. Ich war mit meiner Position hinter ihm zufrieden und dachte, dass ich die Pace hatte, um ihn später im Rennen anzugreifen.

Ich lag auf P2 und es drohte keine Gefahr von hinten. Dann kam das Safety Car wegen Teilen auf der Strecke heraus und danach war es sehr schwierig, meine alten Reifen aufzuwecken.

Beim Re-Start ist jemand neben die Strecke gekommen und hat viel Staub aufgewirbelt. Danach bin ich beinahe zehnmal abgeflogen, da es unmöglich war, die Reifen wieder auf Temperatur zu bekommen.“

Trotzdem: Paffett startet am Sonntag als Tabellenführer in das Finale.

Für Di Resta endete der vorletzte Saisonlauf enttäuschend. Als Tabellenführer angereist, musste er sich am Ende mit Platz acht begnügen. Mit 30 Punkten Vorsprung auf den drittplatzierten Rast in das Wochenende gestartet, beträgt das Polster auf den wie entfesselt aufstrebenden Titelverteidiger vor dem Finale nur noch neun Zähler.

„Das war heute leider nicht mein Tag. Startplatz sechs war schon nicht ideal, insbesondere, da Gary und René vor mir gestartet sind. Zudem konnte Gary mit den beiden Qualifying-Punkten meinen kleinen Vorsprung halbieren. Im Rennen gab es dann jede Menge Action, Zweikämpfe und das Safetycar“, sagte Di Resta, der sich in der Schlussphase binnen weniger Runden Loïc Duval, Mike Rockenfeller und Nico Müller geschlagen geben musste. Das Audi-Trio beendete das Rennen auf den Plätzen fünf, sechs und sieben.

„Jetzt muss ich morgen im zweiten Qualifying alles geben, um diesmal vorne zu starten, und dann versuchen, die sechs Punkte Rückstand auf Gary doch noch aufzuholen. Noch ist nichts verloren. Es wird ganz sicher ein spannendes Finale“, gibt sich der 32-jährige Schotte kämpferisch.

Die Entscheidung, wer DTM-Champion 2018 wird, fällt im 20. und letzten DTM-Saisonrennen am Sonntag. Rennstart ist um 13:30 Uhr, SAT.1 überträgt bereits ab 13:00 Uhr live aus Hockenheim.

In Österreich ist ORF eins am Sonntag ab 13:15 Uhr auf Sendung. In der Schweiz zeigt MySports das Rennen live. Auf DTM.com und in der offiziellen DTM-App werden alle Freien Trainings, Qualifyings und Rennen kostenfrei im Livestream gezeigt.

Rennen 1 Hockenheim (c)DTM

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