Zum Inhalt springen

DTM: Rene Rast gewinnt in Spielberg, Paul di Resta neuer Tabellenführer

Spielberg: DTM Spielberg 2018 on September, 22, 2018, (Photo by Hoch Zwei),DTM Spielberg 2018 (c)DTM

Dritter Sieg in Folge für René Rast: Nach seinem historischen Erfolg am Nürburgring – vor zwei Wochen holte Rast mit zwei Pole-Positions und zwei Siegen die maximale Punktzahl – sicherte sich der Audi-Pilot im Samstagsrennen in Spielberg weitere 25 Punkte für die Mission Titelverteidigung.

„Das war kein einfaches Rennen heute, aber natürlich freue ich mich über die Siegesserie“, sagte der DTM-Champion von 2017.

Mit Mike Rockenfeller und Nico Müller standen zwei weitere Audi-Piloten neben dem Sieger auf dem Podest. Rockenfeller wurde Zweiter und Müller Dritter.

In der DTM-Fahrerwertung wechselte erneut die Führung. Während der bisherige Tabellenführer Gary Paffett als Zehnter einen Punkt holte, wurde sein Teamkollege und Titelrivale Paul Di Resta Vierter.

„Das war heute viel Durcheinander auf der abtrockenden Strecke, aber es war klar, dass es ein hartes Rennen würde“, so der neue Leader di Resta.

„Zu einem Zeitpunkt sah es schlimmer aus als es eigentlich war. Am Ende war ich beim Re-Start in einer guten Position, wurde aber von einem langsamen Start auf meiner Seite ausgebremst, was Dani leider auch den Sieg gekostet hat.

Der Positionswechsel am Ende hatte dann leider aus unserer Sicht einen größeren Einfluss als wir uns gewünscht hätten. Aber morgen ist ein neuer Tag und es gibt keinen Grund, über Platz vier allzu enttäuscht zu sein“, sagte der Schotte.

Die Freude bei Rennsieger Rast war nicht so ausgelassen wie noch am Nürburgring. Er profitierte bei seinem siebten DTM-Sieg von einer Strafe gegen Daniel Juncadella und dem Teamplay seiner Markenkollegen, die ihn in der letzten Runden kampflos vorbeigelassen hatten.

„René ist unsere einzige Chance im Titelkampf, das letzte Eisen im Feuer“, erklärte Rockenfeller. „Wenn wir als Teamkollegen helfen können, dann machen wir das. Die Saison ist im Endspurt, da geht es nur so.“

Wie im vergangenen Jahr in der Steiermark standen erneut drei Audi-Piloten auf dem Podium. „Das ist ein tolles Ergebnis, mit dem Anfang des Jahres niemand gerechnet hätte“, so Müller.

„Das war ein unglaubliches Rennen mit einem unglaublichen Ergebnis für uns“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass.

„Nach dem Qualifying hätten wir nicht mit einem Dreifachsieg gerechnet und auch nicht damit, vier Autos in die Top Fünf zu bringen. Heute hat uns einfach alles in die Karten gespielt und die Geschenke unserer Wettbewerber haben wir gerne angenommen.

Wir haben keine Fehler gemacht, andere schon. So sind wir in die Position gekommen, das Rennen zu gewinnen. Das ist natürlich fantastisch für uns. Nun freuen wir uns schon auf morgen.“

Ein unglückliches Rennen erlebte Mercedes-AMG-Pilot Juncadella. Seinen zweiten DTM-Sieg vor Augen, beging der Spanier beim Neustart in der drittletzten Runde einen Regelverstoß und wurde dafür mit einer Durchfahrtsstrafe belegt.

Da Juncadella seine Strafe so kurz vor Rennende nicht mehr antreten konnte, wurde diese in eine 30-Sekunden-Ersatzstrafe umgewandelt, was letztlich Platz 14 bedeutete.

Rallye-Star Ogier beim DTM-Debüt Zwölfter, BMW beim Jubiläum glücklos:

In einem turbulenten Rennen mit zwei Safetycar-Phasen holte Gastfahrer Sébastien Ogier ein achtbares Ergebnis. Der fünfmalige Rallye-Weltmeister wurde bei seinem Renndebüt in der DTM Zwölfter.

Meisterschaftsfavorit Gary Paffett kam nach einem enttäuschen Rennen nur auf Platz 10. „Wir waren im Regen schnell, aber im Qualifying hatten wir leider nicht das richtige Setup für das Ende der Session“, so Paffett. „Zu Beginn sah es gut aus, aber zum Schluss konnten wir nichts mehr aus unseren Reifen herausholen und kamen so nur auf P10. Das war natürlich viel weiter hinten, als wir hätten sein sollen.

Beim Start des Rennens war die Strecke noch nass. Bruno Spengler hat mich in der ersten Kurve von der Strecke gedrückt und mich sowie Duval in Kurve drei getroffen. Danach war mein Auto stark beschädigt und ich fiel bis ans Ende des Feldes zurück.

Wenn das Auto so sehr in Mitleidenschaft gezogen ist, ist es unmöglich, weiter nach vorne zu fahren. Alles in allem war es ein sehr enttäuschender Tag“, ärgerte sich Paffett, der die Meisterschaftsführung an Markenkollege di Resta zum zweiten Mal in dieser Saison abgeben musste.

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef zeigte sich unzufrieden ob des Abschneidens seiner Schützlinge:

„Wir haben heute ein sehr ereignisreiches Rennen mit vielen Zweikämpfen erlebt. Für uns war es eine Achterbahn der Gefühle.

Der Beginn war wenig erfreulich, nachdem Gary in einige Zwischenfälle verwickelt wurde und plötzlich am Ende des Felds fuhr. Zudem verlor Dani kurzzeitig die Führung, die er aber mit einer tollen Leistung wieder zurückholte.

Dann lief es eigentlich gut für uns bis zum Safety-Car-Restart. Leider hat Dani dabei anscheinend einen Fehler gemacht und damit den Sieg in letzter Sekunde verloren.

Dass Mike Rockenfeller dann auch noch René Rast vorbei gewunken hat, macht das Ergebnis noch enttäuschender. Das war heute leider ein gebrauchter Tag.“

Fünf Plätze vor Ogier kam Marco Wittmann als Siebter ins Ziel. Auf abtrocknender Strecke war er bis zum zweiten Neustart als Dritter auf Podiumskurs, büßte dann aber noch Positionen ein. Letztlich war der zweimalige DTM-Champion im 300. DTM-Rennen für BMW bester Fahrer der Münchner.

„Leider hat mich die Safety-Car-Phase kurz vor Schluss meine Chancen auf ein Podium gekostet“, so Wittmann. „Die Reifen hatten ziemlich starkes Graining, und mir war eigentlich klar, dass ich mich beim Restart nur sehr schwer würde verteidigen können.

Ohne das Safety Car hätte ich es vielleicht geschafft, Dritter zu bleiben. Aber so war am Ende nicht mehr drin“, sagte der Franke.

Dessen Chef Jens Marquardt war nicht ganz zufrieden:

„In unserem 300. DTM-Rennen haben wir leider nicht das Ergebnis erreicht, das wir uns erhofft hatten. Marco Wittmann lag lange auf Podiumskurs.

Doch dann ging es in der turbulenten Schlussphase ziemlich hart zur Sache. Mit Verwunderung haben wir viele Szenen während und nach dem Indy-Restart zur Kenntnis genommen. Wir haben zwar drei BMW M4 DTM in den Punkterängen, aber heute wäre deutlich mehr drin gewesen.“

In der DTM-Fahrerwertung liegt drei Rennen vor dem Saisonende wieder Paul Di Resta in Führung. Der Mercedes-AMG-Pilot hat mit 216 Punkten zehn Punkte Vorsprung auf seinen Markenkollegen Gary Paffett (206). René Rast hat mit seinem erneuten Erfolg den Rückstand weiter verkürzt und ist mit 174 Punkten Dritter.

Das zweite Rennen des Wochenendes wird am Sonntag ausgetragen. Rennstart ist um 13:30 Uhr, SAT.1 überträgt bereits ab 13:00 Uhr live aus Spielberg.

In Österreich ist ORF eins am Sonntag ab 13:15 Uhr auf Sendung. In der Schweiz zeigt MySports das Rennen live. Auf DTM.com und in der offiziellen DTM-App werden alle Freien Trainings, Qualifyings und Rennen kostenfrei im Livestream gezeigt.

Ergebnis Spielberg Rennen 1:

Ergebnis Spielberg Rennen 1 (c)DTM

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: