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DTM: René Rast feiert historischen Erfolg am Nürburgring, Hochspannung im Titelkampf: Paffett und Di Resta trennen nur zwei Punkte

#33 René Rast, Audi RS5 DTM,DTM Nuerburgring 2018 (c)DTM

René Rast hat am Nürburgring Geschichte geschrieben: Der DTM-Champion von 2017 holte sich am Sonntag, wie bereits tags zuvor, zunächst die Pole-Position und dann den Sieg – und sicherte sich damit als erster DTM-Fahrer die maximalen 56 Punkte an einem Wochenende.

„Das ist ein unglaublicher Moment“, sagte ein überglücklicher Rast nach der Zieldurchfahrt. „Ich bin wirklich sprachlos.“

Zweiter im 16. Saisonrennen wurde Mercedes-AMG-Pilot Paul Di Resta, der von Startplatz elf nach vorne gefahren war. Das Podium in der Eifel komplettierte Marco Wittmann im BMW.

Somit waren wie schon am Samstag alle drei Hersteller auf dem Siegerpodest vertreten. Die Abstände in der DTM-Fahrerwertung sind vier Rennen vor dem Saisonende noch enger geworden:

Es führt weiterhin Gary Paffett (206 Punkte), aber nur noch mit zwei Zählern Vorsprung auf Di Resta (204). Rast (149) liegt jetzt auf dem dritten Rang.

Es war das Wochenende von René Rast. Zweimal erster Startplatz, zwei Siege. Das hat vor dem Titelverteidiger noch niemand geschafft.

Gary Paffett war in dieser Saison in Zandvoort nah dran, aber am Sonntag holte sich Rast den Sieg und Paffett wurde Zweiter. „Das Wochenende am Nürburgring kann man kaum in Worte fassen. Das wird bei den kommenden Rennen kaum zu toppen sein. Ich war auf der zweiten Seite der Fahrerwertung und bin jetzt Dritter“, fasste Rast seine Eindrücke zusammen.

Was am Bildschirm und von den Tribünen einfach aussah, war für den 31-Jährigen harte Arbeit. „Jetzt schauen wir nach vorne. Alles ist möglich und es kann viel passieren. Wir sind dran.“ Den Siegerpokal für den sechsten DTM-Sieg in seiner Karriere nahm Rast von FIA-Präsident Jean Todt entgegen.

Entsprechend hapyy über den Doppelerfolg von Rast war dessen Motorsportchef Dieter Gass.

„Es ist wirklich unglaublich, auch ich bin sprachlos“, sagte Gass. „Zwei Siege und zwei Pole-Positions für René (Rast) – ich weiß nicht, wie er das macht. Natürlich ist es fantastisch für René, aber auch fantastisch für Audi.

Nach dem schwierigen Saisonstart durften wir das nicht unbedingt erwarten. Wir haben nie aufgegeben und das Auto im Rahmen der begrenzten Möglichkeiten, die das Reglement bietet, Stück für Stück verbessert.“

„Laut. Nah. Dran“ ist jetzt auch wieder Paul Di Resta: Mit Platz zwei im Rennen am Sonntag verkürzte er in der DTM-Fahrerwertung den Abstand auf Paffett.

Nur zwei Punkte trennen die Mercedes-AMG-Teamkollegen vier Rennen vor Schluss. „Im Gegensatz zu gestern lief es heute wirklich gut. Von Startplatz elf noch auf den zweiten Platz zu fahren, ist in der DTM nicht selbstverständlich“, kommentierte der Schotte.

„Nach der Enttäuschung von gestern sind das heute sehr wichtige Punkte für mich. Ich lag gestern auf Platz vier und hätte vielleicht aufs Podium kommen können. Aber leider hat es nicht sollen sein.

Im Qualifying lief es heute noch nicht ganz rund, aber im Rennen konnte ich Boden gutmachen und auf Platz zwei nach vorne fahren. Jetzt freue ich mich auf das nächste Rennwochenende in Spielberg. Die Meisterschaft ist weiterhin komplett offen“, so die Kampfansdage von di Resta.

Ulrich Fritz, HWA (c)Mercedes

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef war zufrieden mit seinen beiden Speerspitzen Paffett und di Resta: “ Von der Pace war der Tag heute sicher besser als gestern. Leider haben wir bei Garys Boxenstopp einige wichtige Positionen verloren.

Er ist danach hervorragend gefahren und hat so noch Schadensbegrenzung betrieben. Paul konnte hingegen mit Platz 2 wichtige Punkte in der Meisterschaft sammeln. Für uns wird wichtig sein, die beiden Rennen genau zu analysieren und Lösungen für Spielberg zu finden, um wieder stärker zurück zu kommen.“

Auch Marco Wittmann zeigte sich zufrieden. Nach Platz vier am Samstag wurde der Fürther im Sonntagsrennen Dritter. „Unser Ziel war es, von Startplatz neun soweit wie möglich nach vorn zu fahren. Das hat geklappt. Natürlich möchte man beim Heimrennen seines Teams ganz oben stehen, aber René Rast hat einfach einen guten Job gemacht.

Vor allem in der Anfangsphase haben wir ein wenig den Anschluss verloren. Der erste Rennabschnitt war extrem turbulent. Ich war immer wieder in einer ungünstigen Position und habe meinen Platz auch an Paul di Resta verloren.

Dann konnte ich mich Stück für Stück nach vorn arbeiten. Vom Zwischenfall zwischen Timo Glock und Lucas Auer haben wir natürlich alle irgendwie profitiert. Insgesamt bin ich mit Platz drei absolut zufrieden. Ich hatte ein sauberes Rennen und war nah an der Spitze dran.“

BMW-MotorsportdirektorJens Marquardt zeigte sich ewrfreut ob des Abschneidens seiner Schützlinge:  „Marco Wittmann hat sich heute gut nach vorn gearbeitet – und wurde dafür mit einem Podestplatz belohnt.

Fünf Autos in den Top-8 zu haben, das ist insgesamt ein tolles Ergebnis für BMW. Natürlich wären wir nach Platz zwei von Bruno Spengler am Samstag gerne noch weiter oben auf dem Podium gewesen.

Alles in allem können wir mit dem Rennwochenende hier am Nürburgring aber definitiv zufrieden sein. Im 100. Rennen nach unserem DTM-Comeback 2012 auf das Podium zu fahren und viele Punkte mitzunehmen, ist sehr positiv.

Glückwunsch auch diesmal an René Rast, der an diesem Wochenende mit dem ‚Clean-Sweep’ eine sehr starke Leistung gezeigt hat.“

Zu den Pechvögeln des Sonntags zählt der Führende in der Fahrerwertung, Gary Paffett. Sein Pflichtboxenstopp in Runde 19 dauerte 11,1 Sekunden, weil es Probleme beim Wechsel des rechten Hinterrads gab.

Statt auf Platz zwei hinter Rast, sortierte er sich vier Plätze weiter hinten ein und wurde am Ende hinter Bruno Spengler (BMW) Fünfter.

In zwei Wochen geht die DTM in Spielberg (Österreich) in die vorletzte Runde des Jahres. Vom 21. bis 23. September 2018 stehen für die 18 DTM-Piloten von Audi, BMW und Mercedes-AMG auf dem Kurs in der Steiermark die Saisonrennen 17 und 18 auf dem Programm.

Resultat Rennen 2 Nürburgring:

Ergebnis R2 Nürburgring (c)DTM

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