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DTM: Mercedes-Dominanz in Brands Hatch, Doppelsieg durch di Resta und Paffett

Brands Hatch: DTM Brands Hatch 2018 on August, 12, 2018, (Photo by Hoch Zwei,(c)DTM

Erfolgreiches sechstes DTM-Rennwochenende für Mercedes-AMG: Nach dem Premieren-Sieg von Daniel Juncadella am Samstag überquerte Paul Di Resta am Sonntag als Erster die Ziellinie.

Den Erfolg der Stuttgarter komplettierte im zwölften Saisonrennen Markenkollege und Tabellenführer Gary Paffett als Zweiter. Dritter auf der anspruchsvollen Grand-Prix-Variante der Rennstrecke in der Grafschaft Kent wurde Vorjahreschampion René Rast im Audi RS 5 DTM.

Den Grundstein zum Sieg legte Di Resta bereits beim Start. Von Position zwei aus überholte der Schotte den Pole-Setter Paffett bereits nach wenigen Metern und auch den Restart nach einer Safetycar-Phase konnte er für sich entscheiden.

Brands Hatch: DTM Brands Hatch 2018 on August, 12, 2018, (Photo by Hoch Zwei) (c)DTM

Für Di Resta, der seinen insgesamt zehnten DTM-Sieg feierte, war der heutige Sieg Balsam auf die Seele.

„Heute war ein perfekter Tag, obwohl es insgesamt kein perfektes Wochenende für mich gewesen ist. Ich habe schon meine letzten beiden Rennen hier in Brands Hatch 2009 und 2010 gewonnen – und heute ist es mir erneut gelungen.

Der Start war heute entscheidend. Es war wichtig, vor Gary zu kommen. Auf dieser Strecke ist es immer schwierig, von der Pole Position loszufahren, weil es den Berg hinaufgeht.

Gestern war ein harter Tag für mich, aber wir haben über Nacht alles analysiert und heute lief es bereits im Qualifying besser. Aber Gary ist eine starke Qualifying-Runde gefahren und war nicht zu schlagen. Ich bin mir sicher, dass wir bis zum Saisonende weiter so schöne Kämpfe miteinander haben werden.

Gestern habe ich wichtige Punkte verloren, aber mit ein bisschen Glück kann sich das Blatt auch schnell wieder wenden“, frfeute sich der Schotte über seinen Heimsieg.

In Runde eins gerieten Augusto Farfus, Robin Frijns und Lucas Auer aneinander, rutschten teilweise von der Strecke, so dass das Safetycar für drei Runden rausgeschickt wurde.

Auch wenn Paffett im Vergleich zu Samstag den Abstand in der DTM-Fahrerwertung nicht vergrößern konnte, bleibt er in Führung. „Ich bin sehr zufrieden mit dem ganzen Wochenende. Die Punkte gestern waren wichtig. Die machen den Unterschied zwischen Paul und mir“, so Paffett.

„Ich bin mit dem Verlauf des Wochenendes zufrieden. Paul hatte heute einen besseren Start und wir wissen alle, wie schwierig es hier ist, ein anderes Auto zu überholen.

Auf der Pole Position scheint hier eine Art Fluch zu liegen, aber ehrlich gesagt, bin ich auch nicht besonders gut weggekommen. Paul konnte mich in der ersten Kurve außenherum überholen und ich habe ihm den Raum dafür gelassen.

Danach habe ich ihn das gesamte Rennen über unter Druck gesetzt, was meine Reifen hart rangenommen hat. Ich habe das Gefühl, dass ich ein bisschen schneller als er war, weil ich immer innerhalb einer Sekunde an ihm dranbleiben konnte.

Ich habe darauf gewartet, dass er einen Fehler machen würde, aber er war sehr konstant und hat das Rennen gewonnen. Glückwunsch an ihn und vielen Dank an das Team für die starke Arbeit an diesem Wochenende“, jubelte der Meisterschaftsführende über beide Ohren.

Eine starke Schlussphase zeigte Audi-Pilot René Rast, der von Platz vier in das Rennen gestartet war. Auch wenn er den Abstand auf Paffett in den letzten Runden verkürzen konnte, für eine Attacke auf Paffett und damit Platz zwei reichte es am Ende nicht.

„Noch zwei Runden mehr und Gary (Paffett) hätte kein DRS mehr gehabt“, sagte Rast. „Dann hätte ich ihn vielleicht noch überholen können.

Aber auch so bin ich sehr zufrieden. Es war ein tolles Wochenende für uns mit Platz vier gestern und einem weiteren Podium heute. Aber mich macht nicht nur das Ergebnis glücklich, sondern die Art und Weise, wie wir es erzielt haben.

Wir waren sehr konkurrenzfähig, auch im Vergleich zu Mercedes-Benz. Das stimmt mich für den Rest der Saison zuversichtlich“, so der amtierende DTM-Titelverteidiger.

Hinter Pascal Wehrlein im Mercedes-AMG C63 DTM auf Platz vier sah Marco Wittmann als bester BMW-Pilot auf Rang fünf die Zielflagge.

„Letztendlich bin ich ziemlich zufrieden“, sagte Wittmann. „Ich denke, das gesamte Wochenende hat gezeigt, dass uns gegenüber Mercedes ein wenig die Pace fehlt.

Das hat sich auch im Qualifying widergespiegelt. Wir haben das Beste daraus gemacht. Wir hatten einen guten Start und auch im Hinblick auf die Zwischenfälle etwas Glück, weil es ziemlich eng zuging.

Im Rennen selbst hatten wir eine gute Strategie und vor allem einen sehr schnellen Boxenstopp. Das freut mich insbesondere für meine Jungs, die momentan einen super Job beim Boxenstopp machen.

Am Ende musste ich noch ziemlich hart gegen Mike Rockenfeller verteidigen, aber es hat noch gereicht. Platz fünf ist besser als erwartet, ich bin sehr zufrieden“, resümierte der zweifache DTM-Champion.

Daniel Juncadella, Sieger im Samstagsrennen, wurde hinter Mike Rockenfeller, Philipp Eng und Lucas Auer Neunter. Die Punkteränge komplettierte am Sonntag Nico Müller.

In der DTM-Fahrerwertung liegt nach zwölf von 20 DTM-Saisonrennen weiter Gary Paffett in Führung. Der Mercedes-AMG-Pilot ist mit 177 Punkten Erster vor Paul Di Resta (148 Punkte) und Marco Wittmann und Lucas Auer (beide 110). Edoardo Mortara und Timo Glock liegen ebenfalls punktgleich (101) auf den Positionen fünf und sechs.

Eine Premiere feiert die DTM in zwei Wochen: Auf dem „Misano World Circuit Marco Simoncelli“ finden vom 24 bis 26. August die ersten Nachtrennen in der DTM-Geschichte statt.

Die Saisonrennen 13 und 14 starten jeweils um 22:30 Uhr. Zu sehen sind die Rennen an der italienischen Adriaküste ausnahmsweise bei kabel eins und nicht beim Stammsender SAT.1. Die Übertragung beginnt am Samstag und Sonntag um 22.15 Uhr.

Ergebnis Brands Hatch Race 2:

Ergebnis Brands Hatch R2 (c)DTM

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