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FE: Audi Sport ABT Schaeffler krönt sich zum Formel-E-Champion

Lucas di Grassi, Prof. Dr. Peter Gutzmer, Allen McNish,Daniel Abt, Georg Friedrich Wilhelm Schaeffler,Formula E, New York E-Prix 2018 (c)Audi

Mit einer beeindruckenden Aufholjagd hat sich das Team Audi Sport ABT Schaeffler beim Saisonfinale in seinem Premierenjahr in der Formel E noch den Titel in der Teamwertung gesichert.

Vier Podestplätze am Wochenende, darunter ein Doppelsieg, und insgesamt 78 von maximal 94 möglichen Punkten machen aus einem fast uneinholbaren Rückstand von 33 Punkten am letzten Wochenende noch zwei Punkte Vorsprung.

Mit dem zweiten Doppelsieg der Saison – neuer Rekord in der Formel E – legt das deutsche Team bereits am Samstag den Grundstein und reduziert den Rückstand auf lediglich fünf Zähler zum führenden Techeetah-Team. 43 Runden im Stadtteil Brooklyn gegenüber der Skyline von Manhattan bilden dann am Sonntag den ultimativen Showdown für die Entscheidung in der Teamwertung.

Bereits am Samstag krönte sich Jean-Éric Vergne (Team Techeetah) mit einem fünften Platz zum Nachfolger von Lucas di Grassi in der Fahrerwertung. Techeetah vs. Audi Sport ABT Schaeffler heißt es dann auch in direkten Duellen im letzten Saisonlauf 2017/2018 um die Teamkrone.

Herzschlagfinale in New York: Bis zur letzten Runde war die Entscheidung in der Teamwertung der ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft offen und hart umkämpft. Die Winzigkeit von zwei Punkten gab am Ende den Ausschlag. Lucas di Grassi überquerte im Sonntagsrennen nach 43 Runden auf dem Straßenkurs in Brooklyn mit Blick auf Downtown Manhattan als Zweiter die Ziellinie.

Der Brasilianer machte sich mit seinem siebten Podestplatz in Folge zum Vizechampion. In den ersten vier Rennen der Saison fuhr di Grassi nicht einen einzigen Punkt ein, ab Rennen sechs stand er bei jedem Rennen auf dem Podium. „In vier Rennen keine Punkte und nun bin ich noch Zweiter der Fahrerwertung – das ist ein kleines Wunder. Es wurde für mich und auch für unser Team dann noch eine herausragende Saison. Wir geben niemals auf, der Teamtitel nach so einer unglaublichen Aufholjagd ist der beste Beweis dafür“, erklärte der Brasilianer.

Di Grassi holte in den vier Jahren, die es die Formel E gibt, im Team von Audi Sport ABT Schaeffler mit 611 Punkten mehr Zähler und mit 27 Podiumsplatzierungen mehr als jeder andere Fahrer in der Elektro-Rennserie.

Teamkollege Daniel Abt steuerte zum sensationellen Gewinn der Teamwertung im Finalrennen einen dritten Platz und damit 15 Punkte sowie einen Zähler für die schnellste Rennrunde bei. Es war die insgesamt vierte des 25-Jährigen, er ist damit der Fahrer mit den meisten schnellsten Rennrunden in dieser Saison.

Insgesamt gelang dies Audi Sport ABT Schaeffler sieben Mal in zwölf Rennen – Bestmarke aller Teams. „Wir hatten ein großes Ziel, und das haben wir geschafft. Was für ein Comeback – ich bin glücklich und freue mich für das ganze Team. Und das sind nicht nur alle hier an der Strecke, sondern auch alle Partner und die Mitarbeiter in Ingolstadt, Neuburg und Kempten“, erklärte Abt, der mit 120 Punkten, zwei Siegen und zwei weiteren Podestplätzen hier in New York seine mit Abstand erfolgreichste Saison in vier Jahren Formel E fuhr. In der Fahrerwertung belegt Abt den fünften Rang.

Abt gelingt als erst zweitem Fahrer in der Formel E das ungewöhnliche „Triple“ aus Sieg, Pole und schnellster Rennrunde. Mit vier schnellsten Rennrunden setzt der 25-Jährige 2017/2018 auch die Bestmarke.

„Unglaublich, wir kommen hierher mit einem fast uneinholbaren Rückstand und drehen das noch. Team-Champion – wir könnten nicht glücklicher sein. Wir waren ja in jeder Saison dicht dran und nun haben wir auch diesen Pokal in unserem Trophäenschrank“, bilanziert Prof. Peter Gutzmer, Technologievorstand bei Schaeffler. „Jetzt stellen wir die erste Generation Formel-E-Autos in das Museum und blicken auf eine extrem erfolgreiche Zeit als nun bestes Team zurück.“

Teamchef Allan McNish erklärte: „Ja, wir mussten bis zur letzten Kurve und bis zur letzten Sekunde zittern, aber nun ist es wahr geworden: Team-Champion! Ich werde Lucas und Daniel nun ganz fest umarmen. Diese Saison war ein Auf und Ab, und sie haben immer ihr Bestes gegeben. Auch heute, als es wirklich drauf ankam, haben sie – wie heißt es so schön – ‚geliefert‘.

Großes Danke auch an unser Basislager in Deutschland. Great job.“ Audi-Motorsportchef Dieter Gass ergänzte: „Als wir hier nach New York anreisten, war klar, dass das eine wirklich große Herausforderung wird. Dass es aber ein solcher Krimi werden würde, der bis zur letzten Kurve geht, hat uns allen den Atem geraubt. Ganz großes Danke an alle Mitarbeiter bei Audi Sport, ABT und Schaeffler auch daheim. Dieses Herzschlagfinale hat wirklich elektrisiert.“

Im Audi e-tron FE04 steckt Technik „made by Schaeffler“. Gemeinsam mit Audi entwickelten Schaeffler-Ingenieure das Herzstück des Fahrzeugs: die Kombination aus Motor und Getriebe. Schaeffler ist in der innovativen Elektrorennserie offizieller Technologiepartner des Teams Audi Sport ABT Schaeffler. Schaeffler unterstreicht bereits seit der ersten Saison 2014/2015 auch auf der Rennstrecke seine Position als Pionier der Elektromobilität. Seit Öffnung des technischen Reglements zur zweiten Saison 2015/2016 entwickeln Spezialisten von Schaeffler den Antriebsstrang für das Einsatzauto des einzigen deutschen Teams. Die Formel E ist für Schaeffler eines von vielen Betätigungsfeldern, um an einer visionären und nachhaltigen Mobilität für morgen zu arbeiten.

Audi Gen2(c)Schaeffler

Im Rahmen des Formel-E-Finales bot der weltweit agierende Technologiekonzern auch einen Blick in die Zukunft der Formel E und lud am Samstagabend knapp 300 Gäste – darunter die deutsche Botschafterin in den USA Dr. Emily Haber sowie Georg F. W. Schaeffler, Gesellschafter und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Schaeffler AG – auf eines der typischen New Yorker Rooftops und zeigte einen Prototyp des spektakulären neuen Audi e-tron FE05, in dem erneut gemeinsam entwickelte Antriebstechnik von Schaeffler und Audi zum Einsatz kommt. Das erste Rennen im Dezember in Riad/Saudi-Arabien läutet die zweite Ära in der Formel E ein.

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