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DTM: Mercedes-Festspiele mit Vierfacherfolg in Zandvoort, Paffett gewinnt

Gary Paffett, 2018 Zandvoort (c)Mercedes,Hans-Dieter Seufert

Dieser Rennsamstag in Zandvoort wird Gary Paffett noch lange in Erinnerung bleiben: Von der Pole-Position aus gestartet gewann der Mercedes-AMG-Pilot das neunte Saisonrennen in den Niederlanden und baute damit seine Führung in der DTM-Fahrerwertung weiter aus.

Für den Briten war es der 23. Erfolg in seinem 174. DTM-Rennen. Mit seinem dritten Saisonsieg zog er zudem in der ewigen Statistik mit Audi-Legende Mattias Ekström gleich. Beide liegen nun gleichauf hinter Bernd Schneider (43 Siege) und Klaus Ludwig (37) auf Platz drei.

Aber nicht nur Paffett hatte an der niederländischen Nordseeküste Grund zu jubeln: Mit Paul Di Resta auf Platz zwei, Lucas Auer auf Rang drei und Pascal Wehrlein auf der vierten Position feierte Mercedes-AMG in den Dünen einen Vierfacherfolg.

„Das war ein fantastischer Tag für mich. 28 Punkte an einem Tag sind perfekt“, jubelte der Brite Paffett. „Wir hatten schon die gesamte Saison über ein großartiges Auto und heute war es im Qualifying und Rennen erneut so. Ich hatte einen richtig guten Start und kontrollierte das Rennen danach, sodass wir uns einen Vorsprung herausfahren konnten.

Die Strategie war ebenfalls sehr gut und der Boxenstopp war mega. Die Jungs haben heute eine super Leistung gezeigt. Als das Safety Car herauskam, wurde es noch einmal knifflig. Schließlich weiß man nie, was beim Indy-Restart passiert. Aber es hat alles wunderbar funktioniert und ich konnte meinen 23. Sieg einfahren. Jetzt habe ich zusammen mit Mattias [Ekström] die drittmeisten DTM-Siege – das ist unglaublich. Vielen Dank an Mercedes für die Unterstützung in all den Jahren“, freute sich Paffett über beide Ohren.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Mercedes-DTM Teamchef Ulrich Fritz: „Gratulation an die gesamte Mannschaft zu diesem Spitzen-Ergebnis. Ein Vierfach-Erfolg auf einer so anspruchsvollen Strecke wie Zandvoort ist eine bemerkenswerte Leistung.

Die ersten zwei Renndrittel liefen nach Plan und Gary, Paul und Pascal hatten einen komfortablen Vorsprung. Dann kam das Safety Car und der IndyCar-Restart. Zum Glück ging auch diese Situation gut für uns aus, so dass wir den Sieg sicher nach Hause fahren konnten. Glückwunsch auch an Gary zu seinem 23. DTM Sieg. Damit hat er nun genauso viele Siege wie Mattias Ekström auf seinem Konto. Das ist natürlich grandios!“

Lokalmatador Robin Frijns fuhr im Audi RS 5 DTM sein bestes DTM-Ergebnis ein. Als bester Audi-Pilot wurde er Fünfter vor Timo Glock, der das Rennen im schnellsten BMW auf Rang sechs beendete.

„Ich habe das Rennen genossen“, sagte Frijns. „Von Startplatz sieben hatte ich keinen guten Start, konnte in der ersten Kurve aber außen herum zwei Autos überholen und mir meinen Platz zurückholen. Danach war ich schnell unterwegs und konnte am Ende mit den Mercedes-Benz kämpfen.

Leider ist das Überholen in Zandvoort schwierig. Der Speed war da. Jetzt müssen wir schauen, dass wir für morgen noch einen Schritt nach vorn machen“, freute sich der Niederländer vor heimischen Publikum.

„Das Ergebnis haben wir uns wirklich verdient“, freute sich Gary Paffett nach dem Rennen. „Ich hatte einen guten Start und konnte alles kontrollieren. Auch der Boxenstopp war wirklich gut. 28 Punkte an einem Tag zu holen, ist natürlich super, aber das kann man am Sonntag nicht unbedingt wieder erwarten. Es ist niemals einfach in der DTM.“

Das weiß auch Teamkollege Di Resta. Von Platz drei in das Rennen gestartet sah er als Zweiter die Zielflagge – und war mit dem Ergebnis zufrieden. „Es ist wichtig, konstant zu sein“, sagt Di Resta, der als einziger Fahrer in allen Rennen punkten konnte. „Am Ende des Jahres wird abgerechnet.“

Auch im Rennen wurde zum Schluss abgerechnet. Sehr zum Leidwesen von René Rast. Der Titelverteidiger wählte eine riskante Boxenstopp-Strategie, blieb lange draußen und wurde am Ende nicht belohnt. Nach einem Ausrutscher von Nico Müller musste das Safetycar auf die Strecke. Der von Rast herausgefahrene Vorsprung war dahin. „Das ist natürlich frustrierend“, erklärte Rast, für den eine Top-5-Platzierung möglich gewesen wäre. „Wir hatten die Pace, um vorne mitzufahren. Morgen probieren wir es nochmal.“

In der DTM-Fahrwertung hat Paffett seine Führung weiter ausgebaut. Zur Saisonhalbzeit liegt der DTM-Champion von 2005 mit 127 Punkten auf Platz eins vor Paul Di Resta (106), der sich um drei Positionen verbessern konnte.

Timo Glock wurde im Rennen als bester BMW-Pilot Sechster und belegt vor dem Rennen am Sonntag mit 100 Punkten Platz drei. „Das Rennen an sich war gar nicht so hart, weil ich meinen Rhythmus fahren konnte“, so Glock. „Zu Beginn habe ich einen Fehler gemacht, als ich nicht damit rechnete, dass mich Robin Frijns überholt. Da hätte ich die Tür stärker zumachen müssen. Danach hat man schnell gesehen, dass die Jungs vorne einfach weggefahren sind. Spannend wurde es dann noch mal beim Re-Start und in der ersten halben Runde danach. Mercedes ist hier unglaublich stark. Und auch Audi sah gut aus. Wir müssen schauen, dass wir bis morgen einen Schritt nach vorn machen“, zeigt sich der BMW-Pilot kämpferisch.

Das zehnte DTM-Saisonrennen, das zweite in Zandvoort, startet am Sonntag wie gewohnt um 13:30 Uhr. SAT.1 überträgt ab 13 Uhr live aus den Niederlanden. In Österreich ist ORF eins ab 13:15 Uhr auf Sendung. In der Schweiz zeigt MySports das Rennen live.

Hier das Ergebnis von Zandvoort Race 1:

Ergebnsi Zandvoort R1 2018(c)DTM

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